Paranormale Untersuchung/Untersuchungsaufbau
Aus Pararesearch-Handbuch für Geisterjäger
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Problem
Während einer Untersuchung sammelt man normalerweise enorm viele Daten in Form von Audio-, Video und Messdaten. Die Relevanz dieser Daten darf und sollte man immer wieder hinterfragen.
So sind es oft die selben Argumente, Vorschläge und Fragen die auf einen Untersucher einströmen sobald er einen Untersuchungsbericht veröffentlicht hat. Oft stehen durchaus berechtigte Fragen im Raum. So versuchen wir schon bei der Durchführung der Untersuchungen in Zukunft auf mehrere Sachen verstärkten Wert zu legen.
Zum Beispiel werden wir versuchen eventuell auftretende Phänomene parallel mit mehreren Messgeräten und / oder Aufnahmegeräten zu überwachen. Eventuell ergibt sich vor allem daraus dann mal ein klareres Bild im Bezug auf die Wechselwirkungen solcher Phänomene auf ihre Umwelt.
Während wir nun schon eine Weile über diese Problematik nachdenken sind wir zu ein paar wichtigen Entscheidungen gekommen:
– es muss einen definierten „Messbereich“ geben – dieser Bereich sollte möglichst kontinuierlich überwacht werden
– dieser Bereich sollte mit versch. automatisierten Geräten überwacht werden
– der „Messbereich“ sollte durch versch. technische Gerätschaften, so gut es das Budget eben zulässt, abgesperrt werden ( in meinem Fall durch mehrere Lichtschranken )
– es sollten für visuelle Beobachtungen mehr als eine Lichtquelle vorhanden sein um eventuell auftretende „Lichtanomalien“ besser zu beleuchten
– einige Geräte laufen als „Gegenprobe“ parallel zueinander mit ( so zum Beispiel das Diktiergerät parallel zum Camcorder )
– der Camcorder wird universell genutzt und ist das wichtigste Gerät während einer Untersuchung
– im zentralen Bildbereich des Camcorders sollten die meisten der anderen Messgerätschaften stehen um deren eventuelle Beeinflussung lückenlos zu dokumentieren.
Benötigtes Equipment
Das hier aufgelistete Equipment bezieht sich auf den Idealfall. Abweichungen von diesem Versuchsaufbau sind den entsprechenden Örtlichkeiten anzupassen. So benötigt man zum Beispiel nur zwei IR-Lichtschranken wenn die zu überwachende Örtlichkeit in einen Bereich fällt der z.B. durch eine Ecke im Raum begrenzt wird.
IR-Lichtschranken
Anzahl je nach Begebenheit der Örtlichkeiten. In geraden Linien und überlappend aufstellen. Die Lichtschranke[1] sollten entweder ein deutliches optisches oder ein deutliches akustisches Signal auslösen sobald die Lichtschranke unterbrochen wird. Dieses Signal kann man dann später auf den Videoaufnahmen hören bzw. sehen. Falls zwischen auftretenden Phänomenen und einer Unterbrechung der Lichtschranke ein zeitlicher Zusammenhang besteht wäre dies eventuell ein wichtiger Hinweis. Auch ist die Nutzung der Lichtschranken zum Beweis natürlicher Ursachen von großem Vorteil. So können z.B. Unterbrechungen durch Tiere ( Marder auf Dachböden die öfters für Geräusche sorgen ) besser verifiziert werden. Infrarot-Lichtschranken eigenen sich vor allem für Indoor-Untersuchungen da im Outdoorbereich oft viele Störquellen vorhanden sind ( Insekten, Laub, Fledermäuse etc.. ) Wir sind damit die ersten „Untersucher“ in Deutschland die mit einem Infrarotstrahl einen Untersuchungsbereich abstecken und somit einen definierten Bereich erschaffen.
Kompass
Der Kompass wird beim stündlichen Wechsel der Aufnahme DVD´s zusammen mit dem Movetest und / oder den Geräten fotografiert um die Position des Aufbaus im Raumes zu dokumentieren.
Diktiergerät
Ein Diktiergerät neben den Movetest legen. Dieses Gerät wird dann sowohl eventuelle Bewegungen ( die auch eventuell hörbar sind ) dokumentieren als auch den „Überwachungsbereich“ des Camcorders akustisch überwachen. Dies ist besonders dann interessant wenn eventuelle EVP´s auf Diktiergerät und / oder Camcorder auftreten.
Sensoren
Neben dem Movetest sollte man diverse Sensoren positionieren die die Umweltbedingungen ständig dokumentieren. Im Falle eines Phänomens könnten so eventuelle Zusammenhänge zwischen Temperatur etc. hergestellt werden.
Camcorder
Ideal wären zwei Camcorder die versetzt zueinander in etwa den selber Bereich überwachen. Im Beispielaufbau den ihr weiter unten sehen könnt habe ich mich für nur einen Camcorder entschieden da dies wohl in der Praxis öfters vorkommt. Der Camcorder sollte natürlich über eine „NightShot“-Funktion verfügen.
IR-Strahler
Zur besseren Beleuchtung empfiehlt es sich dringend extra Infrarot-Strahler etc. zu benutzen. Die Strahler sollten immer so angebracht sein das sie kein direktes Licht in die Kamera werfen.
EMF – Messgerät
Neben den Movetest sollte man ein EMF-Meter stellen welches optisch und / oder akustisch Signal auslöst falls der EMF Wert ansteigt. Die EMF-Meter mit LED`S sollte man so in die Kamera drehen das man die LED´s auf der Aufnahme des Camcorders sieht. So kann man später eventuell auch eine genauere Einstufung des EMF-Wertes vornehmen.
Movetest
Den Movetest sollte man jede Stunde ( zur selben Zeit wenn man auch die Camcorder – Aufnahmemedien wechselt ) fotografieren. Das Fotografieren sollte möglichst genau von oben erfolgen. Durch die Umrandungen auf dem Papier sollten Veränderungen verhältnismäßig gut erkennbar sein.
Nutzen
Alle dies hat den Sinn und Zweck die Messungen der versch. Werte so verifizierbar wie für uns eben möglich zu machen. Die „Absperrung“ des Messbereiches durch die Lichtschranken erfüllt hierbei einen wichtigen Zweck. Wir können anhand der Camcorderaufnahmen beweisen das sich niemand in diesem Bereich aufgehalten hat. So definieren die Lichtschranken auch einen gewissen Sicherheitsabstand den wir einhalten müssen und in dem keine Beeinflussung des EMF-Meters etc. passieren kann.
Wie weiter oben auch schon angesprochen bietet die Lichtschranke aber auch die Möglichkeit eventuell auftretende Phänomene in einem Zusammenhang zu bringen. So kann man ein „Nichtauslösen“ oder ein „Auslösen“ der Lichtschranken als weiteres Indiz zum Gesamtbild addieren. Die gesammelten Daten sind durch automatisierte Datenaufnahme sehr gut miteinander zu verbinden.
Aufbauskizze
Dieser Untersuchungsaufbau stellt lediglich ein Beispiel dar und muss / kann entsprechend den Örtlichkeiten angepasst werden.
Gerätschaften
Kamera +Strahler
Bei Untersuchungen kommen ja überwiegend Camcorder zum Einsatz. Diese Camcorder verfügen über einen Nightshot-Modus bei dem ein integrierter Infrarotstrahler das Aufnahmefeld beleuchtet. Meistens genügt diese Lichtquelle aber nicht um das Aufnahmefeld genügend zu beleuchten. Aus diesem Grunde sollte man parallel zum Camcorder Infrarotstrahler benutzen um das Aufnahmefeld zusätzlich aufzuhellen. Den Strahler sollte man entweder direkt an der Kamera befestigen oder ihn extern stellen.
Die Lichtquelle sollte nicht gegenüber des Camcorder eingesetzt werden da dies sonst zu Spiegelungen / Blendungen führen kann. Bei Indoor Untersuchungen können natürlich auch stationäre Scheinwerfer etc verwendet werden bzw. mit einem Netzgerät auch andere Gerätschaften betrieben werden.
Movetest
Der Movetest wird ungefähr in die Mitte des überwachten Bereiches gestellt. Die „Bestückung“ des Movetest´s kann individuell gestaltet werden und ggf. an den Fall angepasst sein. Der Movetest auf dem Foto zeigt einen Movetest mit einem Druckbleistift der an einer Drahthalterung angebracht ist und sich an dieser in einem bestimmten Radius in alle Richtungen bewegen kann. Falls er sich bewegt hinterlässt er Bleistiftlinien auf dem Blatt Papier. Der Aufbau mit dem Bleistift ist zugegeben nicht gerade perfekt. Wir arbeiten an einer besseren Version.
Der Movetest sollte in einem regelmäßigen Zeitintervall kontrolliert bzw. fotografiert werden. Hierzu bietet sich die Zeit an in der man sowieso das Aufnahmemedium der Kamera wechselt.
Geräte / Sensoren
Die Geräte werden auf einer Unterlage hingestellt. Die Gerätschaften sollten sich nicht gegenseitig beeinflussen. So ist es z.B. zu unterlassen den Temperatur & Luftfeuchtedatenlogger in die Nähe von Geräten zu stellen die Warm werden können. Der Kompass dient nur der Dokumentation der Ausrichtung der Messgeräte bzw. des Movetest´s.
Das Emf-Meter sollte mit den LED´s in Richtung Kamera zeigen. Das Diktiergerät dient zur „Paralleaufnahme“ und damit zur „Verifizierung“ eventuell auftretender EVP`s die auf der Tonspur der Kamera auftreten können. Der Temperatur & Datenlogger sollte aufrecht hingestellt werden, mit der Sensorik nach oben.
Einen Bewegungsmelder kann man je nach Situation auch noch hinzuziehen. In diesem Fall habe ich den Bewegungsmelder in Richtung Kamera gestellt um auch diese Seite wenigstens mit einer optischen „Überwachung“ auszustatten. Je nach Situation kann dies aber auch kontraproduktiv sein ( z.B. wenn man in einem Wald agiert und dort Laub durch die Gegend fliegt das den Bewegungsmelder ständig auslöst – das gleiche gilt für die Infrarotlichtschranken ! )
Lichtschranken
Die wichtigste „Neuerung“ sind wohl die Lichtschranken die in ihrer Funktion den Untersuchungsbereich abriegeln und so ein Stück mehr „Nachvollziehbarkeit“ und „Sicherheit“ in unsere Untersuchungen bringen soll. Zukünftig werden wir versuchen diesen Versuchsaufbau ( in leichten Abwandlungen je nach Gegebenheiten ) im Indoor und Outdoor Bereich zu benutzen um Indizien zu sammeln.


