Journal:Versuche zur Schlierenfotografie

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Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Mithilfe der Schlierenfotografie kann man unterschiedliche Dichtegrade von Gasen und Flüssigkeiten für das menschliche Auge sichtbar machen.

Versuche

Polarisiertes Licht

Im ersten Durchgang wurde mit polarisiertem Licht experimentiert.

Als Lichtquelle diente ein Diaprojektor mit linearem Polfilter. Fotografiert wurde mit einer Spiegelreflex-Kamera die ebenfalls einen linearen Polfilter vor dem Objektiv hatte, der um 90° versetzt zum Polfilter des Diaprojektors eingestellt wurde.

Die Kamera fotografierte eine Kerze. Leider führte der Versuch nicht zu dem gewünschten Ergebnis.

Keine Schlieren über der Kerze als Zeichen der Hitzebildung sichtbar.

Kontrollfoto: Beide Polfilter sind gleich ausgerichtet: Die Spiegelung des Lichts auf dem Wachs der Kerze ist sichtbar.

Halbdurchlässiger Schirm

Eine Kerze wird for einen halbdurchlässigen Schirm (Milchglas zur Videoüberspielung) gestellt und durch einen Diaprojektor beleuchtet. Der Abstand der Kerze zum Schirm wurde so gewählt, daß die Schlieren mit bloßem Auge auf dem Schirm sichtbar sind. Der Diaprojektor wurde so eingestellt, daß der Schatten der Kerze scharf auf dem Schirm abgebildet wird. Mit einer Lochlinse vor dem Objektiv des Diaprojektors würde die Schliere noch besser abgebildet werden.

Die Spiegelreflexkamera fotografiert mit einem 105mm-Teleobjektiv mit Blende 32 das projezierte Bild der Kerze vom Schirm ab.

Ergebnisse:

Projektion auf die Wand

Während des Experiments mit dem halbdurchlässigen Schirm fiel mir auf, daß auch die Projektion der Kerze an der Zimmerwand die Schlieren deutlich zum Vorschein bringt. Also änderte ich den Versuchsaufbau so ab, daß der Schatten der Kerze an die Wand geworfen wurde und die Kamera mit dem Teleobjektiv den Schatten der Kerze von der Wand abfotografierte.

Wieder wurde die Kerze so positioniert und der Diaprojektor so fokussiert, daß der Schatten der Kerze deutlich an der Wand zu sehen war.

Ergebnisse:

Halbdurchlässiger Schirm mit Umlenkspiegel

Die Kerze wurde vor einem Videoüberspielschirm mit Umlenkspiegel positioniert. Bei diesem Aufbau kann gleichzeitig die Kerze und das Schlierenbild fotografiert werden.

Die Kamera fotografiert das projezierte Bild vom Schirm ab. Kerze und Diaprojektor wurden so positioniert und eingestellt, daß ein scharfer Schatten auf dem Schirm zu sehen war.

Ergebnisse:

Fazit

Man kann zwar mit der Schlierenfotografie in begrenzten Maße thermische Unterschiede optisch sichtbar machen, allerdings ist der Versuchsaufbau komplex, muß sehr genau erfolgen, und das Objekt, das sichtbar gemacht werden soll, muß sich in der sogenannten Schlierenzone befinden.

Um Temperaturunterschiede wie Coldspots in Räumen sichtbar zumachen, müßte also der Coldspot bemerkt werden und dann um diesen Coldspot herum der Versuch aufgebaut werden. Das ist jedoch langwierig und im allgemeinen nicht praktikabel.

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