German Pararesearch 2008 - Hundisburg/Spukruine Nordhusen
Aus Pararesearch-Handbuch für Geisterjäger
Inhaltsverzeichnis |
Hintergrund
Ruine Nordhusen Zum Zeitpunkt der ersten urkundlichen Erwähnung 1218 war Nordhusen bereits eine bedeutende Ansiedlung mit wahrscheinlich städtischen Zügen. Hierfür spricht jedenfalls der ungewöhnlich große romanische Westquerturm der Ortskirche. Nach dem sich bis Mitte des 15. Jahrhunderts der Siedlungsschwerpunkt nach Hundisburg verlagert hatte, wurde Nordhusen wüst und lediglich die Turmruine blieb stehen. Die Gewölbe des Kirchenschiffes stürzten 1780 ein und der Standort der Wassermühle wurde noch bis 1845 genutzt.[1]
Rahmendaten
Teilnehmer:
- Paranormal Nord
- Knut
- Silke
- Olga
- Paranormal Süd
- Jörg
- Paranormal West
- Andreas
- Marcus
- Paranormal Investigation Niedersachsen
- Andre
- Research and Investigation Group Berlin
- Max
- Marcus
Tag 1: 1. Mai 2008
Vorabbegehung
Am Nachmittag des ersten Tages begingen wird die ersten Orte, die wir uns als PU-würdig ausgesucht hatten. Natürlich besichtigten wir zunächst die Kirchenruine Nordhusen und anschließend auch den Galgenberg, der in Sichtweite und Gehweite (einmal über den Acker) von der Ruine lag.
Die Ruine liegt an der Niederung der Beber, die dicht an der Ruine vorbeifließt. In Sichtweite befindet sich noch ein Teich (Der Mühlenteich?).
20 bis 30 Meter östlich der Ruine geht es steil eine Schlucht hinab in den alten Steinbruch, der mittlerweile mit Wasser geflutet ist, und als Angelgewässer dient. Dies stellt eine in der Dunkelheit nicht zu unterschätzende Gefahr dar, so daß wir vor der PU die Schlucht deutlich mit Knicklichtern markieren würden.
In Sichtweite der Ruine Richtung Süden konnten wir einen Windpark sehen, der sich über den gesamten Horizont erstreckte.
Ruine sowie der Galgenberg sind von einer Feuchtwiese umgeben, auf der uns auch der ein oder andere Frosch begegnete. Feuchtwiesengebiete sind allerdings die typische Landschaft der Börde.
Für den Abend beschlossen wir, uns in zwei Teams aufzuteilen, die die Ruine und den Galgenberg gleichzeitig untersuchen würden, in der Nacht würden dann die Teams als Kontrollgruppen die Locations wechseln.
Lage der wüstung.jpg
Die Lage der Wüstung |
Blick auf den mühlenteich.jpg
Blick auf den Mühlenteich |
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Der ehemalige Steinbruch |
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In der Nähe der Ruine zieht sich ein riesiger Park mit Windkraftanlagen dahin |
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Ein Feuchtwiesenbewohner, den wir überrascht haben |
Untersuchung
1. Team
Investigatoren: Olga, Knut, Andreas, Marcus
Datum: 1. Mai 2008
Beginn der PU: 21:00 Uhr
Temperatur: 15.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 73%
Wie geplant markierten wir zunächst das Steilufer zum Steinbruch mit Knicklichtern. Da Himmelfahrt war und die Nacht zunächst noch laue Temperaturen hatte, mußten wir mit Ausflüglern leben, die am anderen Ende des Sees ein Grillfest feierten. Sonst waren wir an der Ruine jedoch ungestört, bis auf Vogelgesang durch Schilfrohrsänger und Nachtigallen, sowie das ständige Quaken der Frösche. Auch Fledermäuse konnten wir entdecken und auch auf Video bannen.
Wie erwartet, blinken am Horizont die roten Warnlichter an den Windrädern des Windparks.
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Auch vom Bach, vom Mühlenteich und vom Steinbruchsee stieg leichter Nebel auf. Auch auf dem Gras bildete sich starker Tau, der bald unsere Schuhe durchnäßte.
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Durch die starke Feuchtigkeit wirkt das Gras auf den Fotos fast gefroren oder mit Schnee bedeckt, es handelt sich jedoch um Tau, der vom Blitzlicht reflektiert wird. Auch waren sehr viele Insekten „unterwegs“. Wir stellten eine Videokamera mit Weitwinkelobjektiv und Infrarotscheinwerfer so auf, daß sie das Gelände komplett im Blickfeld hatte. So hatten wir eine Kontrollkamera zur Überwachung der PU. Eine Kamera mit Nachtaufnahme ohne Infrarot-Unterstützung ähnlich dem Modell wie es Herr Günther einsetzt, stellten wir an der Südseite der Ruine mit Blick auf den Wachholderbusch und somit der Windkraftanlage auf. Eine weitere Nightshotkamera wurde auf die Ruine ausgerichtet, die letzte sollte später als mobile Kamera für Tests dienen. Nun begannen wir, mit allen möglichen Kameras Fotos zu schiessen. Zunächst hatten wir keinen Erfolg, aber nach und nach hatte jeder den Dreh raus, und aufgrund der immer höheren Luftfeuchtigkeit durch die sinkende Temperatur konnten wir wunderschöne Orb-Fotos schiessen und die Phänomene, die Herrn Günther Kopfzerbrechen bereiten, auf Foto und Video bannen.
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Je nach Blickrichtung, eingesetzter Kamera, Blitzlicht und natürlicher Umgebung variieren die Orbs in Farbe und Größe.
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Die Ruine ist stark mit Moos und Flechte bewachsen, so daß je nach Farbe Blitzlicht oder Infrarotlicht stark reflektiert wird.
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Auch durch die Windkraftanlagen konnten wir die orangen und roten Orbs am Wachholderbusch einfangen.
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Mit steigender Luftfeuchtigkeit stellen wir auch fest, daß bei den anderen Investigatoren ein ganzes Feuerwerk an Orbs zu sehen war, wenn diese ein Foto schossen. Wir haben diesen Effekt auch auf Video einfangen können.
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Auch die Fledermaus flog ein paarmal durch die Blickfelder der Kameras, was die typischen verwischten fliegenden Nebel auf den Videos von Herrn Günther erzeugte.
Auch Nebelfotos konnten wir ablichten, die durch Blitzlichtreflektionen auf Atemluft hervorgerufen werden. So entstehen zum einen geisterhafte Gestalten, obwohl die Atemluft mit bloßem Auge nicht sichtbar ist.
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Ende der PU: 22:30 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%
2. Team
Investigatoren: Silke, Jörg, Markus, Max
Beginn der PU: 23:00 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%
Bericht von Jörg:
Direkt in der Ruine stellte ich meine Infrarot-Fotofalle auf und den Camcorder daneben. Die beiden Tore zum "Inneren" der Ruine überwachte ich mit zwei Infrarotlichtschranken, so daß ein Betreten des Bereichs Alarm auslösen würde. Gegenüber des Camcorder legte ich einen EMF Checker auf den Boden so wie einen Bewegungsmelder. In die kleine "Nische" in der gegenüberliegende Mauer der Ruine legte ich ein Diktiergerät und ein Temperatur- und Luftfeuchtelogger.
Vor der Wand, die ich gefilmt hatte, war außerdem noch ein LED-Lichtstrahler aufgebaut, der für die Aufnahmen Licht lieferte. Auch hier war hohe Luftfeuchtigkeit und die Plastikverpackung der Fotofalle war total mit Wassertröpfchen bedeckt. Vögel sangen sehr sehr laut während unseren gesamten Aufenthaltes an der Ruine.
Der Himmel war später wolkenlos und wir beobachteten Fledermäuse und einige Sternschnuppen am klaren Himmel. Max hatte seine Kamera hinter der Ruine postiert. In der Ruine hatten wir ca 10 Grad gemessen. Die Untersuchung verlief sehr ruhig und wir machten noch ein paar EVP-Versuche in und um die Ruine.
Ende der PU: 00:00 Uhr
Temperatur: 10.0 Grad
Luftfeuchtigkeit: 83%
Hier weitere Fotos (Alle aufgehellt, damit man besser was erkennen kann.):
1. Eine Fratze schwebt über dem Fotografen vor der Ruine.
2. Nebel, der aus der Ruine zu kommen scheint. Rechts oben der Ansatz einer "Plasmakugel", leider nicht ganz auf dem Bild.
3. Ein grüner Streifen, verursacht durch eine Verwacklung und ein Kontroll-Licht an einer Cam:
4. Ein gelber Streifen, Ursache unbekannt:
Datei:Heller streifen baeume.jpg
5. Ein Streak zwischen den Bäumen. Ursache ist ein verwackeltes Bild
Datei:Heller streifen baeume2.jpg
6. Streak zwischen den Bäumen: Weitere Aufnahme
Datei:Heller streifen baeume3.jpg
7. Streak zwischen den Bäumen: Dritte Aufnahme
Datei:Heller streifen baeume4.jpg
8. Streak zwischen den Bäumen: Vierte Aufnahme, diesmal noch mit einer schicken Scheibe oben
Datei:Helles licht nierenfoermig.jpg
9. Von solch einer Scheibe haben wir noch eine nierenförmige Aufnahme
10. Hier folgt eine Plasmakugel dem Ghosthunter Andreas in die Ruine
Datei:Scheibe in der ruine.jpg
11. Alleine in der Ruine fühlt sich die Plasmakugel anscheinend wohler
12. Vor der Ruine gab es auch Streaks
13. Und hier "Quantenverschränkungen" durch eine Verwacklung beim Versuch, den Windpark zu fotografieren.
14. Verwacklungen können eine unheilvolle Stimmung erzeugen
Auswertung
Und hier die Video-Auswertung
EVP-Material von der Ruine
Während einer akustischen Überwachung des Inneren der Ruine haben wir 3 EVPs einfangen können
Das Diktiergerät lag in einer Mauernische im alten Kirchturm.
Wir haben nun die Information bekommen, daß Heiko jetzt mit einer EOS 400D mit dem mitgelieferten EFS-Objektiv fotografiert.
Zu dem Objektiv ist folgendes zu sagen:
The worst aspect is the inner lens tube which wobbles significantly. The fluted front portion of this inner tube is meant for manual focusing - really more a theoretical idea because accurate manual focusing is a nightmare. (...) Typical for many APS-C standard zoom the EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS produces very strong barrel distortions at 18mm (~3.2%) changing to very mild (~0.2%) pincushion distortions at 55mm. (...) In the middle range the CAs (Anm.: Chromatic aberrations) are quite significant (up to 1.5+ px) but the problem decreases again beyond.[1]
Fazit des Tests: "Für den Preis kein schlechtes Billigobjektiv".
Das sollte man im Hinterkopf behalten. Ich hab das auch bei meiner EOS300D als Zubehör gehabt, und nach den ersten enttäuschenden Fotos benutze ich dieses Objektiv nicht mehr, bis auf gestern abend: Da bin ich auf die Idee eines Kollegen eingegangen und hab mit einer Pipette kleine Wassertropfen auf die Linse aufgebracht. Das erzeugt Überstrahlungen und Lichthöfe, ich könnte mir vorstellen, daß ich damit nach einigen Tests diese großen "Plasmakugeln" bekommen werde.
Der Film oder der Fotosensor "sieht" eben alles, und ein Wassertropfen wirkt wie eine Lupe ("Das Mikroskop entwickelte sich aus der Lupe, die als Linse einen Wassertropfen einsetzte."). Wenn man also einen "Orb" einfängt, was an der Ruine nun nicht unmöglich ist, der durch den Lupeneffekt vergrössert wird, sollte auf dem Foto eine "Plasmakugel" entstehen.
Wie man im Video sehen kann (die Reflektion der Taschenlampe in der Luftfeuchtigkeit), gibt es Phänomene, die nur auf Film und Foto sichtbar sind, die sich auch bewegen, verschwinden, wieder auftauchen und Personen "verfolgen" oder scheinen mit Fledermäusen zu interagieren.
Das diese Artefakte dieses willentlich tun, ist eine verständliche humane Interpretation der Beobachtung.
Für uns ist diese Sache hiermit geklärt. Um ähnliche Effekte einzufangen, müssen wir nicht nochmal an die Ruine, eine Feuchtwiese in der Nähe tut's auch.
Fazit
Wir können natürlich die Fotos nicht 1:1 nachstellen, wir können hier nur Erklärungen anbieten, die aus unserer Sicht auch zutreffen.
Fakt ist, daß Heiko diese Sachen fotografiert und gefilmt hat, und er wird diese Artefakte auch auf Negativen haben. Das ist unbestritten. Fakt ist für uns aber auch, daß Heiko diese Dinge nicht selbst auslöst, die Größe und Farbe der Objekte vom Aufnahmegerät, Stärke des Blitzgeräts und den äusseren Umständen abhängen. Wer die Videos einmal genau ansieht, wird feststellen, daß z.B. das MDR-Team bei Nieselregen unterwegs ist.
Unsere Sensitiven haben zwar unabhängig voneinander an der Nordwestseite hinter der Ruine etwas bemerkt, aber nicht energetisches. Die Ruine war für die Sensitiven eher uninteressant, "da war ja nix los" war die Aussage. Bis auf das EVP mit dem Seufzen haben wir bisher leider nichts Paranormales feststellen können, weder aussergewöhnliche EMF-Werte, noch sonstige plötzlich auftretende Abweichungen.
Regelrecht enttäuscht waren nicht nur ich, sondern jedes Team, das mit den Instruktionen von Heiko losgeschickt wurde, wie man die Kugeln am besten auf Fotos einfangen könne (Galgenberg im Rücken, Blick nach Süden an der Ruine vorbei), daß der Blick sofort auf die Lichtorgel des Windparks fiel. "Da brauch ich ja nur leichten Nebel und unscharf fokussieren!", sagte z.B. Max (studiert Regie und Kamera) nach seiner PU.
Ob Herr Günther nur seine DVDs unter die Leute bringen will, können wir nicht sagen. Wir meinen, daß er hat sich einfach in eine Idee verrannt, ohne die Umstände, unter denen seine Fotos entstanden, weiter in Betracht zu ziehen: Fotos ohne Stativ in der Dämmerung, Fotos bei Nieselregen und hoher Luftfeuchtigkeit, Effekte nur mit Blitz sichtbar, mögliche Lichtquellen durch den Windpark usw usw. Statt dessen entwickelt er lieber Theorien der Numerologie, liefert Vermutungen über die gewaltigen Proportionen des Turms (der Turm ist nicht gewaltig, er ist breiter als normal), aber fast jedes Dorf in der Umgebung hat eine romanische Kirche mit einem Turm von ähnlichen Ausmassen[2], oder sucht quantentheroretische Erklärungen.
Wohin jeder einzelne nun tendiert, soll er aufgrund der "Aktenlage" selbst entscheiden. Für uns ist die Sache erledigt, "Spuk" kann man an der Kirchenruine ausschliessen, übrig bleibt die Ruine Nordhusen.
Wie auch schon andere Leute mal angemerkt haben, fällt bei der DVD zunächst auf, daß da sehr viel mit Zeitlupe gearbeitet wird, und anscheinend auch mit Adobe After Effects oder ähnlicher Post Prodution Software einiges "verbessert" (sag ich mal) wurde. Es fällt auch auf, daß in den Fernseh- und Zeitungsberichten immer nur die paar Bilder auftauchen, die ich auch von ihm zur Veröffentlichung bekommen habe.
Jetzt, wo Heiko Günther digital fotografiert, schickt er uns immer noch ab und an Fotos, und wir vergleichen die Aufnahmedaten, die im EXIF-Block der Fotodatei liegen mit der Wetterstation Hundisburg ab.
Dazu müssen wir feststellen: Es wird grundsätzlich geblitzt, und immer liegt zum Aufnahmezeitpunkt die Luftfeuchtigkeit zwischen 80% und 90%, was bedeutet, daß immer ein feiner Nebel in der Luft ist, der mit bloßem Auge nicht sichtbar sein muß, aber unerwartete Reflektionen bei Blitzlicht hervorruft. Unserer Meinung nach ist das beeindruckendste Phänomen, das aber natürlich erklärt werden kann, die Spiegelung der Taschenlampe in der Luft, so daß in der Mitte des Bilds eine "Plasma"-Kugel hin- und hertanzt.
Zusammenfassung
EVPs
Wir haben 3 EVPs in unserem Material von der Ruine entdeckt.
1. EVP: Ein (weibliches?) Seufzen, nachdem einer von uns Jungs sagt "Guck mal da oben beim Fenster!". Es waren bei der Untersuchung keine Frauen anwesend.
2. EVP: Eine (weibliche?) Stimme: "Es" oder "Mir" "...ist kalt"
3. EVP: Eine (männliche?) Stimme: "Otto".
Untersuchungen
Insgesamt haben wir 3 Untersuchungen mit 3 Teams an der Ruine durchgeführt, am 1. Mai von 21:00 bis 22:30, am 1. Mai von 23:00 Uhr bis 00:30 und am 2. Mai von 21:30 bis 01:00 Uhr. Die Bilder sind aus den verschiedenen Untersuchungen zusammengestellt.
Streaks
Ein Streak (engl. Streif) ist nichts weiteres als ein Lichtstreifen. Auf unseren Fotos wurde der durch nichts weiteres ausgelöst als durch eine Campinglaterne, die auf einem Klapptisch stand. Der Fotograf hat steif und fest behauptet, daß er nicht verwackelt hat. Die Bäume sehen auch nicht verwackelt aus, der Lichtstreifen belehrt uns aber eines Besseren. Die Aufnahmen wurden mit Blitz bei 1/60 Sekunde gemacht, trotzdem der Lichtstreifen. Die Aussagen von Herrn Günther, daß er schon lange fotografiere, aber nie verwackele sind also mit Vorsicht zu betrachten, denn die eigene Wahrnehmung bemerkt nun mal das leichte Zittern der Hand nicht.
Abweichung der Ergebnisse
Natürlich würden wir gerne die Aufnahmen und auch die Ergebnisse nachstellen, um den Aufnahmen von Herrn Günther nahezukommen. Nur leider scheint es aber auch so zu sein, daß er sich sehr genau aussucht, mit wem er sich trifft, und mit wem nicht. So erklärte er sich nur bereit, nur gemeinsam mit den sensitiven Leuten aus unseren Teams eine Untersuchung bei der Ruine zu machen. Skeptische Leute, die sich dafür interessieren, was und wie er die Aufnahmen macht, hätte er lieber nicht dabei.
Widersprüche
Es sind sehr viele Widersprüche in der ganzen Angelegenheit. Einerseits scheint er Fotograf zu sein, und hat auch Ausstellungen, andererseits kennt er sich in der Materie Fotografie anscheinend wenig aus. Mich macht das alles sehr stutzig, auch seiner Aussage zu dem besagten Canon-Objektiv, welches seiner Meinung nach sehr gut sei, steht eine ganze Usergemeinschaft im DSLR-Forum gegenüber. Von einem ambitionierten Hobbyfotografen sollte man doch eigentlich höhere Ansprüche an die Qualität erwarten können.
Auswertung von Original Material
Wir haben von Heiko Günther Original-Videomaterial von der Ruine Nordhusen erhalten, daraus konnten wir nun endlich Rückschlüsse ziehen, wie er fotografiert und filmt, und wie also die Effekte zu Stande kommen.
Somit können wir sagen: der Fall ist gelöst.
1. Herr Günther filmt und fotografiert gleichzeitig. Er hat in der einen Hand die Videokamera, in der zweiten Hand den Fotoapparat
2. Er fotografiert grundsätzlich mit Blitz
3. Er fotografiert mit Autofocus (Was einen wesentlichen Einfluß auf die Effekte hat!)
Hier die Auswertung des Videomaterials:
Teil 1
Teil 2
Hier gibt es das Video in besserer Qualität im DivX-Format
An der Ruine wurden keine paranormalen Phänomene fotografiert. Alles ist auf natürliche Ursachen im Zusammenspiel mit der Fledermaus, Insekten und Luftfeuchtigkeit im Zusammenspiel des amateurhaften Einsatzes der Fotoausrüstung zu erklären.
Damit ist uns der Fall geklärt und abgeschlossen.

