German Pararesearch 2007 - Hürtgenwald
Aus Pararesearch-Handbuch für Geisterjäger
Das Projekt war gleichzeitig der praktische "Auftakt" größerer Untersuchungen mit der Beteiligung mehrerer versch. Gruppen.
Ziel dieses Projektes war es herauszufinden ob die Möglichkeit / Wahrscheinlichkeit auf paranormale Aktivitäten zu stoßen, an solchen "tragisch vorbelasteten Orten" höher ist als anderswo. Außerdem kam dieses Treffen zustande um einen Austausch zwischen aktiven Mitgliedern versch. Gruppen herbeizuführen um so voneinander zu lernen. Mitwirkende des Projektes waren:
Von der Gruppe "PRG-HH": Neolux und Felidae -> heute eigenes Projekt "Paranormal-Nord"[1]
Von der Gruppe "P.I.T.B.": Madmax89 -> heute freier Mitwirkender
Freies Mitglied der "Ghost-Watchers": Cean -> heute ebenfalls bei Paranormal-Nord involviert
und natürlich ich .. "Paranormal-Süd"[2] : Jörg
Was die Sache für mich außerdem noch interessant macht, ist die Tatsache, dass sich in diesem Projekt sowohl "sensitive" als auch "technisch" orientierte "Ghosthunter" getroffen haben. Speziell ich, als mehr technisch orientierter, fand es interessant zu sehen wie die "Sensitiven" vorgehen.
Hier nun der Bericht des ersten Teiles - der zweite Teil ist derzeit noch in Bearbeitung und wird später nachgeliefert.
Warum ?
Auf der Suche nach interessanten Locations für Untersuchungen bzw. Experimente stolperte ich über den Hürtgenwald[3]. Im Jahre 2004 war ich selber mit drei Freunden auf einem Ausflug im besagten Gebiet unterwegs.
Einige Theorien, die paranormale Phänomene auslösen könnten, passen maßgeschneidert auf dieses Waldstück. Im Hürtgenwald starben ca. 68 000 Soldaten beider Seiten in nur wenigen Monaten. Diese Tatsache ist leider nicht sehr bekannt in Deutschland, weshalb auch der Name Hürtgenwald hierzulande eher unbekannt ist.
In den Staaten ist der Namen schon eher mit dem zweiten Weltkrieg verbunden ( Battle of the Huertgen Forest / Hurt – gen Forest ). Die Amerikaner nannten den Wald damals „Death-Factory“ ( =Todesfabrik) . Die Soldaten, die sich in den vielen Bunkern im Waldgebiet aufhielten feuerten oft nur nach Gehör in die Nacht hinaus. Man kann sich gut vorstellen welchem Leid, welcher Angst und welchem emotionalen Stress die Soldaten damals ausgesetzt waren. Von einem Moment in den anderen in den Tod gerissen oder elend auf dem Waldboden sterbend.
All diese Umstände machen meiner Meinung nach dieses Gebiet zu einem idealen Ort für eine Untersuchung. Mit Respekt den Gefallenen gegenüber und der entsprechenden Pietät, würde ich sagen, dass die Chancen in diesem Areal, Indizien ( EVP´s, Videoaufnahmen, Fotos, EMF – Messungen etc ) zu sammeln, doch ziemlich hoch sein könnten. Nirgends sind so viele Menschen in so engem Raum während des zweiten Weltkrieges zu Tode gekommen. Der Ort ist sowohl durch seine allgemein öffentliche Zugänglichkeit gut geeignet wie auch dadurch das er auf engem Raum viele interessante Orte bietet.
Im folgenden werde ich euch einen kleinen Überblick geben über dieses Projekt, die Orte, die wir untersucht haben und die Erfahrungen und Erlebnisse die wir hatten. Die anderen Mitwirkenden werden sich ebenfalls in dieses Posting mit einbringen und ihre eigenen Erlebnisse schildern. Eine detailliertere Niederschrift ist zur Zeit in Arbeit - wird aber noch etwas auf sich warten lassen. Diese Niederschrift wird es dann im "Downloadbereich"[4] zum Downloaden geben.
Ich hoffe das dieses Projekt spätestens nächstes Jahr erneut stattfinden kann und will mich auf diesem Wege speziell bei den Mitwirkenden dieses Projektes bedanken !!! Alle haben viel Geld, Mühen und vor allem Zeit investiert, um mich in diesem Projekt zu unterstützen ! Dafür Danke an alle Beteiligten.
Wir haben in den drei Tagen mehrere Locations in diesem Gebiet besichtigt und uns dann später für zwei Örtlichkeiten entschieden. Tag 1: Vorabbegehungen
-Soldatenfriedhof Vossenack-Simonskall -Schlachtfeld im Wald -Diverse zerstörte. Bunker im Wald
1.Tag Vorabbegehungen Friedhof, Bunker, Schlachtfeld
Am ersten Tag begaben wir uns nach der Ankunft in unserer Unterkunft zum Soldatenfriedhof zwischen Vossenack[5] und Simonskall[6].
Die Mitwirkenden Knut und Silke gaben mir und den anderen eine kurze Unterweisung im Umgang mit dem EMF Meter und so gingen wir den Friedhof ab und suchten EMF-Spitzen ( fluktuierende Magnetfelder sollen Hinweise auf paranormale Aktivität geben ?!? ).
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An mehreren Stellen erhielten wir kurzzeitig erhöhte Werte ( Anzeigewert kurzzeitig bis zu 26 mG ). An der Grabreihe 12 und am Eingang zum Gräberfeld auf der rechten Seite wo es in das angrenzende Waldstück geht.
Cean und Silke nahmen in unserem Team den Platz der „Sensitiven“ ein und versuchten durch ihre Empfindungen unsere Gruppe an die rechten Stellen zu lotsen. Silke beschrieb, dass sie auf dem Weg, den später die Kamera 1 überwachen sollte ( siehe Luftbild weiter unten ), eine Menge Männer in Uniform wahrgenommen hat und das sie denkt das es sich hierbei allerdings um „gespeicherte Energie“ handelt.
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Nachdem wir uns mit dem Gelände vertraut gemacht hatten und sich jeder ein Bild des Ortes eingeprägt hat, ging es weiter zu einem Schlachtfeld in einem nahen Wald. Nach anstrengendem Suchen fanden wir an einem Abhang mehrere zerstörte Bunker. Allerdings war das Gelände dermaßen schlecht zu begehen, dass wir uns sehr schnell entschlossen haben, diese Örtlichkeit, aufgrund der Unfallgefahr etc., nachts, nicht zu untersuchen.
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In einiger Entfernung fanden wir dann das Grab eines amerikanischen Soldaten, den man erst viele Jahre nach dem Krieg dort gefunden hat.
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Ebenfalls befindet sich dort ein Gedenkstein für weitere deutsche Soldaten, die dort ebenfalls erst nach Jahren in ihren „Deckungslöchern“ gefunden wurden.
Überall in diesem Waldstück findet man noch Spuren des Krieges. Stellungslöcher und Laufgräben reihen sich dicht an dicht um die zerstörten Bunker. Um das Grab des Amerikaners und die Stellungslöcher im Wald, stellten wir EMF Messungen an, die aber kein beachtenswertes Ergebnis brachten. Auch Silke und Cean spürten in diesem Gebiet nichts. Deshalb haben wir uns auch gegen diesen Ort entschieden und legten uns nun fest, dass wir den Friedhof nachts untersuchen wollen.
1.Nacht: PU - Soldatenfriedhof Vossenack
Hier ein "Lageplan" mit eingezeichneten Standorten der Kameras etc.
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Erlebnisbericht:
Wir kamen um 21:15 Uhr auf dem Friedhof an und haben sofort damit begonnen unser Equipment an die oben eingezeichneten Stellen zu verfrachten und die nötigen Einstellungen vorzunehmen. Es wurde langsam dunkel und so haben wir die Geräte mit Knicklichtern versehen um sie später im Wald auch wieder zu finden bzw. zu sehen wo sie stehen.
Die Randbedingungen waren leider nicht gerade ideal. Es herrschte teilweise starker, böiger Wind, der die Bäume natürlich in einer hohen Lautstärke zum „Rascheln“ brachte.
Glühwürmchen in einer nicht unbeträchtlichen Anzahl tummelten sich im angrenzenden Wald. In der Umgebung gab es außerdem Windkrafträder, Funktürme und im Nordwesten angrenzend an das Waldstückchen grasten Kühe und überm Gräberfeld kreisten Fledermäuse. Dies alles machte uns diese Untersuchung auch nicht gerade einfacher aber so ist es eben wenn man Objekte outdoor untersucht. Relativ schnell bildeten sich zwei Gruppen, die die meiste Zeit miteinander das Gelände erkundeten. Zum einen Cean und Silke und zum anderen Knut und ich.
Madmax pendelte immer zwischen den Gruppen und war auch öfters alleine zwecks EMF Messungen unterwegs.
Silke berichtete, dass ihre Knie wackelig wurden ungefähr an der Position wo die Kamera 1 dann hin gestellt wurde. Cean und Madmax hatten weiter nördwestlich ein „komisches“ Gefühl – und so wählte Madmax diesen Standort für seine Kamera ( Kamera 2 ) aus.
Silke berichtete ebenfalls, dass sie in der Nähe einer großen Steinplatte, die sich ungefähr zwischen Kamera 1 und 2 im Wald befand, jemanden fühlte der wohl eben auf die Platte zeigte. Dort angekommen fühlte sie aber nichts Besonderes.
Cean spürte ebenfalls etwas in der Nähe dieser Steinplatte und machte dort in ein paar Metern Entfernung auch eine Tonaufnahme.
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Im Verlaufe der Nacht kam ich mit Knut auch an dieser Platte vorbei und wir bemerkten eigenartige „Lichteffekte“ die wir größtenteils auf die Glühwürmchen geschoben haben. Wir blieben an dieser Platte stehen und beobachteten den umliegenden Wald. Ich dachte mehrfach Stimmen zu hören. Keine zusammenhängenden Sätze, sondern eher nur zwei Worte oder zwei Silben die jemand sagte. Zwischen mir und Knut wurde es auf einmal sehr kalt was wir beide gleichzeitig bemerkten.
Meine rechte Seite und Knut´s linke Seite ( Unterarmbereich ) wurden kalt. Knut hat mit einem Infrarotthermometer daraufhin meine rechte Hand gemessen. Auf der Handoberfläche ( die dem kalten zugewandt war ) haben wir 16 Grad Celsius gemessen – die Handinnenfläche hat 26 Grad Celsius gehabt.
Kurz darauf meinte ich am Waldrand ( südliche Richtung – beim Gräberfeld ) jemanden am Waldrand vorbei laufen zu sehen. Ich ging dann kurzentschlossen mit meiner mobilen Kamera hinterher und kämpfte mich durch ein paar Sträucher. Doch schon da konnte ich keinerlei Bewegung mehr ausmachen und bin wieder zurück zu Knut gegangen. Kann sein, dass diese Bewegung von den Ästen am Waldrand verursacht worden ist – ich allerdings, habe es in diesem Moment als wandernden Schatten wahrgenommen. Später habe ich Madmax befragt wo er zu dem Zeitpunkt war, da ich dachte eventuell ihn da am Waldrand wahrgenommen zu haben. Jedoch hat er auf der anderen Seite des Gräberfeldes EMF Messungen durchgeführt.
Ständig hörten wir „Stimmfetzen“ - ein paar Meter in Richtung Kamera 2 hörte Knut jemanden „Halt“ sagen. In der Nähe der Kamera 1 stand ein Gebüsch aus dem Madmax und Knut öfters Geräusche vernahmen. Genau an dieser Stelle haben wir auch die EMF Spikes gemessen ( Anzeige bis zu 26 V/m² ) Neo konnte diese Ausschläge reproduzieren in dem er das Gerät auf den Boden legte und darüber hinweg stieg. Hinter diesem Gebüsch fanden Knut und ich später noch kleine quadratische Grabplatten die auch mit Namen beschriftet waren.
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Auf dem Gräberfeld selber empfanden Silke und Cean nichts Ungewöhnliches. Es schien sich alles in dem angrenzenden Waldstückchen abzuspielen. Bei der letzten Begehung von Silke und Cean fühlten sie sich im Bereich der Kamera 2 unbehaglich und beobachtet. Als wir uns kurz darauf am Eingang zum Friedhof getroffen haben, haben wir beschlossen die PU hier zu beenden und unser Equipment zusammen zu packen. Den letzten Rundgang zum Einsammeln der Geräte haben dann Knut, Mad und ich vorgenommen. Wieder bemerkte ich im Bereich Steinplatte und Kamera 2 diese Stimmfetzen die Knut später auch wieder wahrnahm.
Wir packten also die Kameras und Diktiergeräte und verließen über den südlichen Weg an dem Gräberfeld vorbei das Gelände. Silke meinte im Auto eine Präsenz zu spüren die sich später in Ceans Zimmer stellte und dort auch von Cean gefühlt wurde. Als wir nachts also wieder in der Herberge ankamen ging es mir auf einmal sehr schlecht. Mir war schlecht und ich hatte das Gefühl sehr schwach zu sein also verließ ich die Gruppe schnell und legte mich in meinem Zimmer sofort ins Bett. Am nächsten Morgen berichtete Cean, dass sie als sie morgens zu ihrem Auto ging, es mit offen stehender Türe ( hintere Türe Beifahrerseite ) vorfand.
Natürlicher ist dieser Bericht sehr subjektiv und die Bedingungen waren natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei. Dennoch will ich hier ausführlich und genau unsere Eindrücke berichten ohne etwas weg zu lassen, das die Beteiligten in diesem Moment so empfunden und erlebt haben !
Auswertung der Indizien:
Die Auswertung der Indizien ( Foto, Video, Ton ) ist immer noch nicht abgeschlossen. Wir werden hier nach und nach eventuell vorhandene weitere Indizien veröffentlichen. Eines der besten Indizien bis jetzt ist folgende Stimme die wir auf einer Videoaufzeichnung fanden:
-> Link zum Video[7]
-> Link zur Tonspur des Videos[8]
Hab das Video auch bei YouTube hochgeladen - allerdings ist dort aufgrund der Umwandlung des Videos viel des Klanges verloren gegangen - also werde ich das Video nur mit dem Direktlink veröffentlichen.
2. Tag Vorabbegehungen Mühle, Kallpfad, Vossenacker
Bevor wir zur Kirche in Vossenack gefahren sind, haben wir noch auf dem Soldatenfriedhof halt gemacht und haben eine Abschlußbegehung gemacht. Bei dieser Begehung konnte ich wiederum an der Stelle an der die Kamera 1 zuvor stand, eine EMF-Spitze von ca 26 mG ausmachen.
Nach kurzer Begehung sind wir dann weiter zur Kirche. Damals haben an diesem Ort furchtbare Nahkämpfe stattgefunden. Die Front verlief damals zeitweise mitten durch diese Kirche. In der Kirche standen sich amerikanische und deutsche Soldaten gegenüber und bekämpften sich zum Teil in blutigen Nahkämpfen.
Aufgrund dieser historischen Vergangenheit schien mir diese Kirche geeignet zu sein um dort eine Begehung durchzuführen. Wir hatten die Kirche sogar während der Zeit unseres Aufenthaltes für uns alleine.
Eine Messung mit dem EMF Meter ergab keine Schwankungen oder Spitzen. Silke und Cean fühlten ebenfalls keine „Aktivität“. Da einige von uns mit einer großen Erwartung reingegangen sind, waren wir teils überrascht, dass wir dort, trotz der tragischen Geschichte um diese Kirche ,"nichts" gefunden haben. Nach einigen EVP-Sessions und Photoaufnahmen verließen wir die Kirche wieder.
Unser Weg führte uns nun direkt zur Mestrenger Mühle, die sich damals unmittelbar im Kampfgebiet befunden hat. Dort haben wir erstmal was gegessen und die Örtlichkeit auf uns wirken lassen. Der Mühlenwirt ist damals an der Mühle durch eine Mine ums Leben gekommen.
Der Weg zur Mestrenger Mühle führt über einen steilen Waldweg tief hinab. In der Nähe der Mühle muss sich ein Verbandsplatz befunden haben, den damals beide Kriegsparteien nutzten und wo sich Freund und Feind gegenseitig geholfen haben und somit ein Stück Menschlichkeit zeigten in diesen schlimmen Kriegstagen. Die Schwerverwundeten beider Seiten erhielten hier Hilfe von Ärzten bzw. Sanitätern beider Lager.
Wir versuchten also diesen Platz ausfindig zu machen. Ich hatte zwar Kartenmaterial dabei aber dieses erwies sich als ziemlich nutzlos. Wir konnten den genauen Platz trotz mehrstündiger Suche nicht finden ! Deprimiert und etwas entmutigt stapften wir also an diesem heißen Tag ( gefühlte 40 Grad im Schatten ) den steilen Hang hoch und runter, ohne den besagten Ort ausfindig machen zu können.
Eine Outdoor-Untersuchung hat manche Tücken – und so haben wir schließlich unsere Suche nach dem Lazarettsplatz aufgegeben und beschlossen stattdessen in dieser Nacht uns der Mühle von der anderen Seite entlang des, hart umkämpften, Kallpfades zu nähern.
Nach einem interessanten kleinen Gespräch mit einem Förster erfuhren wir nämlich, dass ein HVP ( Hauptverbandsplatz ) auf der anderen Seite der Mühle liegen muss. So waren wir also guter Hoffnung wenigstens diesen Platz dann später zu finden, da er sich wohl unmittelbar am Kallpfad befinden sollte.
Bevor wir uns zurück zur Unterkunft begaben, haben wir noch an einem Blumenladen halt gemacht und haben dort Blumen gekauft, die wir dann auf dem Soldatenfriedhof niedergelegt haben.
Orte wie dieser Friedhof haben es auf jeden Fall verdient, dass man mit Respekt und so pietätvoll wie möglich mit ihnen umgeht. Gerade im Bereich, in dem wir uns bewegen, hielten wir dies für wichtig und wollen damit unsere Einstellung gegenüber diesen Orten zum Ausdruck bringen.
Paranormale Untersuchung - 2. Nacht Kallpfad – ehemaliges Kampfgebiet und Unfallort
Am Abend packten wir unser Equipment zusammen und verließen unsere Unterkunft in Richtung Kallpfad / Mestrenger Mühle. Nach wenigen Minuten waren wir vom Wald umgeben und fanden auch relativ schnell den Kallpfad. Dieser Pfad ist nichts anderes als ein kleines „Tal“ durch das ein kleiner Bach, die „Kall“, fließt.
An diesem kleinen Bach fanden damals schwere Gefechte statt. Die Artillerie der Deutschen belegte dieses Gebiet oft mit Artillerie und so starben auch hier viele Menschen im sinnlosem Krieg.
An den Hängen des Tales, durch das wir gelaufen sind, haben wir Überreste von Bunkern gesehen. Die Bunker wurden gesprengt, aber sind teilweise noch gut erhalten.
Irgendwann kamen wir an einem Holzsteg an, der direkt an der „Kall“ entlang führte und schließlich an der Mestrenger Mühle endete. Die Tore an der Mühle waren verschlossen, so war da für uns kein Durchkommen mehr. Auf dem Weg in Richtung Mestrenger Mühle haben wir trotz „intensiver“ Suche keine Spur des Hauptverbandplatzes gefunden, aber dafür haben wir auf einer Kreuzung, auf der sich alle Waldwege trafen, ein Kreuz vorgefunden.
An dem Kreuz war eine kleine Plakette angebracht und so erfuhren wir, dass an dieser Stelle ein belgischer Soldat 1972 bei einem Manöver ums Leben kam. Da wir zu dem Zeitpunkt sowieso schon etwas enttäuscht waren von der ergebnislosen Suche nach dem Hauptverbandsplatz, haben wir uns dann einfach darauf geeinigt diesen Ort ( Waldkreuzung ) zu untersuchen.
Da die Dunkelheit schon hereingebrochen war, beeilten wir uns das Equipment um diese Kreuzung herum aufzustellen. Wieder markierten wir die Geräte mit Knicklichtern, um sie im Dunkeln zu finden.
Madmax positionierte seine Kamera mit „Blickrichtung“ Mühle ( Kamera 1 ). Die Kamera von Knut und mir waren diesmal als mobile Kameras im Einsatz. Die Messungen mit den EMF-Metern ergaben keine besonderen Ergebnisse. Als Madmax gerade dabei war seine Kamera auszurichten und einzustellen bemerkte Silke auf der Wegkreuzung den Gesang von Männern. Als sie von der Kreuzung in ein paar Meter weg lief, hörte sie nichts mehr. Sie sagte uns bescheid und wir begaben uns alle genau in die Mitte dieser Kreuzung.
Und tatsächlich konnten wir auch alle etwas wahrnehmen, das sich wie der Gesang von vielen Männern anhörte. Der „Gesang“ war auch nicht ständig zu hören sondern erschien mehr in Intervallen hörbar zu sein. Silke berichtete, dass sie die Wörter „Wir marschieren, wir marschieren“ gehört hatte. Ich selber dachte bei einem dieser „Intervalle“ die Wörter „Ein Lied“ zu hören.
Knut und ich sind dann zusammen einen kleinen Weg ( auf der Zeichnung oben ist es der Weg nördlich vom Kreuz ) hoch gelaufen, weil wir dachten, dass der „Gesang“ aus dieser Richtung gekommen ist. Als wir die Mitte der Kreuzung verließen, konnten wir dann auch keinerlei Stimmen mehr vernehmen.
Als Knut und ich auf diesem Weg waren, sahen wir mehrmals gleichzeitig sich bewegende Schatten, die sich einige Meter vor uns über den Weg bewegten. Auch sahen wir beide gleichzeitig ein orangefarbiges Licht auf diesem Weg, das immer in gleichem Abstand blieb. Hierzu muss ich noch anfügen, dass Nebel bereits über die Hänge gekrochen war und die Sicht etwas eingeschränkt war. Die sich bewegenden Schatten gaben auch keinerlei Geräusche von sich. Als wir beide wieder gleichzeitig einen Schatten sahen, der sich von rechts nach links bewegte, sind wir schnell an die Stelle gelaufen um zu sehen, ob wir ein Reh etc entdecken können. Madmax leuchtete von der Kreuzung unten aufeinmal genau an die Stelle an der wir den Schatten sich bewegen sahen.
An der Stelle angekommen konnten wir nichts entdecken. Das orangefarbene Licht schien in gleichem Abstand wie vorher erneut kurz zu „pulsieren“. Es war ein schwacher oranger Schein, der sich in etwa 20 Meter Entfernung vor uns auf dem Weg in unregelmäßigen Abständen, zeigte.
Madmax stieß dann zu uns beiden und wir beobachteten noch eine Weile die Umgebung. Madmax und Knut nahmen beide den Geruch vom verbrannten Öl wahr. Ich konnte jedoch nichts riechen. Von hinten näherte sich Silke und Cean. Silke wollte uns sagen, dass sie hinter uns auf dem Weg einen hellen Schatten gesehen hat, der sich in Richtung Mühle bewegte.
Auf dem Weg zu uns nahm Silke eine Frauenstimme wahr, die recht laut etwas gerufen hat.
Madmax und ich wollten nochmals den Weg weiter hinauf laufen, aber wir beschlossen die Untersuchung hier abzubrechen weil es Silke unwohl auf dieser Kreuzung war und wir eine weitere „Verfolgung“ des Lichtes in unwegsamen und unbekannten Gelände nicht riskieren wollten. So packten wir unser Equipment und verließen den Ort über den Weg den wir auch beim Hinweg genommen hatten.
Silke meinte, dass es sich bei ihren Empfindungen auf dieser Kreuzung wohl auch eher um „Speicherungen“ handelte. Als wir auf dem Rückweg waren, spürte Silke, dass uns etwas folgt. So hat Knut seine Kamera eingeschaltet und nach hinten gefilmt während wir weiter Richtung Unterkunft liefen. Später stellte sich heraus, dass die Kamera nicht aufgenommen hatte. Vielleicht hat sich Knut an dieser Stelle getäuscht oder die Kamera wurde versehentlich ausgeschaltet.
Diese Nacht war wieder voller subjektiver Eindrücke und bis jetzt haben wir vom zweiten Ort des Projektes noch keine handfesten Indizien auf Band entdecken können. Somit bleibt mir wieder mal nur zu hoffen das wir für unsere Erlebnisse auch Handfesteres vorweisen können, so wie wir es die Nacht zuvor auf dem Soldatenfriedhof geschafft haben.
Ansonsten hier auch wieder der Hinweis, dass ich alles, was die Mitwirkenden erlebt haben, hier wiedergeben möchte, ohne eine Wertung dieser Erlebnisse vorzunehmen. Falls wir wieder handfeste Indizien bei der Auswertung unserer Aufnahmen finden, dann werden wir diese natürlich auch veröffentlichen.
Eine komplette und detailliertere Niederschrift findet ihr als 40 Seiten fassendes PDF auf meiner Page zum download --> PDF Dokument "German Pararesearch 2007" - Projekt Hürtgenwald
Die bisherigen Indizien ( EVP vom Soldatenfriedhof - Video) findet ihr auf meiner Page[9] oder im Posting zum ersten Teil.
Referenzen
- ↑ http://www.Paranormal-Nord.d
- ↑ http://www.Paranormal-Sued.de
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_im_H%C3%BCrtgenwald
- ↑ http://www.paranormal-sued.de/View-details/Dokumente-/-PDFs/11-Niederschrift-Parareserach-2007.html
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Vossenack
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Simonskall
- ↑ http://www.paranormal-sued.de/View-details/Videos/2-Pararesearch-2007-Soldatenfriedhof.html
- ↑ http://www.paranormal-sued.de/View-details/Audio-/-EVPs/8-Pararesearch-2007-Soldatenfriedhof-EVP.html
- ↑ http://www.Paranormal-Sued.de

