Auswertung/Software
Aus Pararesearch-Handbuch für Geisterjäger
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Bild-Auswertung
Für die Archivierung und Auswertung von digitalen Fotos ist der Einsatz einer geeigneten Software nötig. Hier stellen wir kostenlose Software vor, die wir auch selbst zur Archivierung und Auswertung einsetzen.
Foto-Verwaltung
Für den Überblick und die schnelle Betrachtung von digitalen Fotos empfiehlt sich unter Windows IrfanView. Die Software ist für den privaten Einsatz kostenlos, durch PlugIns umfangreich erweiterbar und versteht sehr viele Dateiformate.
Google hält die Software Picasa als kostenlosen Download für Windows und Linux bereit. Der Vorteil von Picasa ist, daß die Fotos gleich in einer Datenbank archiviert werden und mit Zusatzfunktionen versehen werden können.
Adobe hält mit Photoshop Album für Windows ein ähnliches Produkt wie Picasa zum kostenlosen Einsatz bereit. Photoshop Album erlaubt unter Windows die Archivierung von Fotos, bietet die gewohnte Photoshop-Qualität,und integriert sich in iTunes, so daß die Fotos mit dem iPod synchronisiert werden können. Der Nachteil: die Produktpflege ist ausgelaufen und Photoshop Albums wird offiziell von Adobe nicht mehr angeboten.
Unter Linux gibt es die von Picasa und iPhoto abgeguckte Software F-Spot zur bequemen Verwaltung von Fotos.
Mac-Benutzer fragen sich, was das alles hier soll. Sie benutzen einfach das "eingebaute" iPhoto.
Foto-Bearbeitung
Für die professionelle Bearbeitung von Fotos und Bildern gibt es eigentlich nur eine kostenlose und freie Software, die wir uneingeschränkt empfehlen können: The GIMP.
The GIMP ist verfügbar für alle gängigen Betriebssysteme. Von der Bedienung und vom Umfang her braucht es den Vergleich mit Adobe Photoshop nicht zu scheuen. Lediglich im Bereich der Fotos mit 32bit-Farbtiefe ist The GIMP derzeit nicht einsetzbar.
Anleitung für eine vollständige Installation von The GIMP unter Windows
Installation von Python
Laden Sie die Interpreter-Sprache Python 2.5.2 bei Python.org herunter und installieren Sie den Interpreter z.B. nach C:\Python. Wichtig ist, daß Sie unbedingt die Version 2.5.x benutzen müssen!
Installation von pyGTK+
Laden Sie die GTK+-Bindings für Python bei Gnome.org herunter und installieren Sie dieses Erweiterungspaket für Python.
Installation von The GIMP
Laden Sie das Setup-Programm bei Gimp.org herunter. Nun sollten Sie in der Lage sein, ein vollständiges Setup von The GIMP (inkl. Python-Erweiterungen und Plugins) durchzuführen.
Installation des GIMP Animation-Package
Für die Erstellungen von Animationen und den Import von Filmen benötigt man das GIMP Animation-Package (GAP). Laden Sie das GAP bei {http://photocomix-resources.deviantart.com/art/GAP2-4-For-Gimp2-4-windows-76889004 Photocomix-Resources] herunter, entpacken Sie das Setup-Archiv und installieren Sie es.
Mittlerweile gibt es einige Bugfixes für das GAP von Photocomix, laden Sie das Update GAP-Bugfix herunter. Entpacken Sie den Ordner und ersetzen Sie die beiden Plugin-Dateien wie in dem Textfile beschrieben.
Installation von UFRaw
Für die Verarbeitung von Digitalen Negativen (Canon-, Nikon- und anderen RAW-Formaten), ist ein Plugin notwendig, das bei unserer Installation keinesfalls fehlen darf: UFRaw.
Laden Sie UFRaw von Sourceforge.net herunter und installieren Sie es. Nun versteht The GIMP auf ihre RAW-Dateien.
Weitere Plugins
Weitere Plugins für GIMP lassen sich bequem in der GIMP Plugin-Registry finden.
Foto-Analyse
Für die Analyse von Bildern kann man u.a. das Programm "JpegSnoop" verwenden. Es analysiert ob ein Foto direkt von der Kamera stammt oder durch Bildbearbeitungssoftware verändert wurde. Eine Möglichkeit eventuelle "Fake-Bilder" schneller zu erkennen !
Audio-Auswertung
Für die Audio-Auswertung empfiehlt sich eine Plattform-übergreifende Software: Audacity.
Installation von Audacity unter Windows
Wir empfehlen, die derzeitige Beta-Version 1.3.9 von der Website herunterzuladen und zu installieren. Diese Versionen sind bereits ausreichend stabil, und sie kommen in den Genuß, alle von FFmpeg unterstützten Audio- und Video-Formate zu importieren. Für eine fehlerfreie Installation ohne manuelle Anpassungen, empfehlen wir, die Datei "Audacity 1.3.9 installer" herunterzuladen.
Die Installation von Audacity ist selbsterklärend, und man kann dort nicht viel falsch machen.
Nach der Installation des Programms starten Sie bitten Audacity und wählen Sie aus dem Menü "Edit" den Punkt "Einstellungen".
Dort wählen Sie den Reiter "Libraries" und sehen sich die Einstellungen für die "MP3-Export-Bibliothek" und "FFmpeg-Bibliothek" an.
Dort sollte derzeit nichts angezeigt werden, da die Bibliotheken noch fehlen.
Installation der Import-Export-Bibliotheken
Klicken Sie auf den Button "Herunterladen" im Bereich "MP3-Export-Bibliothek". Ihr Webbrowser öffnet sich, und sie werden an die Seite lame.buanzo.com.ar verwiesen, von der Sie den Installer Lame_v3.98.2_for_Audacity_on_Windows.exe herunterladen können. Ebenso können Sie über den Button "Herunterladen" im Bereich "FFmpeg-Bibliothek" den Installer FFmpeg_2009_07_20_for_Audacity_on_Windows.exe von der Seite www.gaclrecords.org.uk herunterladen.
Laden Sie beide Installerdateien herunter, beenden Sie Audacity, und führen Sie dann den Installer "Lame_v3.98.2_for_Audacity_on_Windows.exe" und danach "FFmpeg_2009_01_08_for_Audacity_on_Windows.exe" aus.
Starten Sie nun Audacity neu, und wählen Sie wieder aus dem Menü "Edit" den Punkt "Einstellungen". Audacity sollte nun korrekt die installierten Bibliotheken anzeigen.
Sollte Audacity die Bibliotheken nicht von selbst gefunden haben, so klicken sie im Bereich "MP3-Export-Bibliothek" und "FFmpeg-Bibliothek" jeweils auf den Button "Suchen" und bestätigen Sie den Vorschlag mit "OK". Danach sollte Audacity die Bibliotheken korrekt laden können.
Abschluss
Audacity ist nun vollständig installiert und kann nun fast jedes Audio-Format laden, inklusive der Möglichkeit, die Audiospuren direkt aus Videoaufnahmen zu importieren.
Video-Auswertung
Für die Videoanalyse müssen Sie die die Videos nicht nur auf Ihren PC transferieren, sondern Sie benötigen auch die nötigen Tools, um die Videos für eine umfassende Analyse entsprechend vorzubereiten.
Videoschnitt und Videobearbeitung
Für die Auswertung von Videos gibt es verschiedene Lösungen für die verschiedenen Betriebssysteme. Mac-User sind fein raus, die benutzen das mitgelieferte iMovie.
Unter Windows gibt es für die Standard-Anwendung den ab Version Windows XP mitgelieferten Windows Movie Maker.
Für Linux sind Kino, KDEnlive und OpenMovieEditor die Standard-Werkzeuge für die Videobearbeitung.
Mit diesen Tools sollte es Ihnen möglich sein, das Video von Ihrer Digitalkamera auf ihren Computer zu transferieren und im DV-Format abzuspeichern.
Video-Analyse
Das DV-Format hat den Vorteil, daß nicht nur das Video auf den PC übertragen wird, sondern in der Datei auch der SMPTE[1] enthalten ist, über den zu jedem Bild das Aufnahmedatum und die Aufnahmeuhrzeit vorliegt. Für den Vergleich mit anderen Audio- und Videodateien und der Notizen von der PU, sollte dieser Zeitcode unbedingt vorhanden sein.
Während unter Linux und MacOS der Zeitcode beim Download von der Kamera direkt ins Bild gerechnet werden kann, sind unter Windows zusätzliche Tools nötig:
Mit Exsate DV Video Capture können Sie das Videoband aus der Kamera vollkommen automatisch auf den PC übertragen lassen und gleichzeitig den Zeitcode ins Bild einrechnen lassen. Um Platz zu sparen, können Sie so gleich das Video z.B. als DivX speichern lassen, aber wir empfehlen die Speicherung im DV-Format.
Für das nachträgliche Einrechnen des Timecodes aus einer Untertitel-Datei empfiehlt sich DVDateCode.
Für die Video-Analyse unter Windows ist VirtualDub das erste Tool der Wahl. Zusammen mit zusätzlichen Filtern und dem DivX-Codec und dem FFmpeg-DirectShow-Codec sind Sie für alle Formate gerüstet. Für die Verarbeitung von Mpeg2-Dateien sind weitere VirtualDub-Plugins nötig.
Plattform-unabhängig sind Sie bestens bedient mit AviDemux, einem Tool, das bei VirtualDub abgeguckt ist, aber auf allen gängigen Betriebssystemen funktioniert und mehr Videoformate als VirtualDub ohne Erweiterung unterstützt.
Installation von VirtualDub
In diesem Kapitel zeigen wir einen kurzen Leitfaden, wie man VirtualDub für die wichtigsten Arbeiten installiert und konfiguriert. Beispielhaft soll ein Film von einer DVD in das DivX-Format konvertiert werden.
Installation der Grundsoftware
Zunächst VirtualDub von der Homepage des Projekts VirtualDub herunterladen und z.B. nach "C:\Programme\VirtualDub" entpacken.
Mit einem Doppelklick auf "VirtualDub.exe" läßt sich das Programm nun starten. Zunächst muss man den Lizenzbedingungen zustimmen, was jedoch kein Problem ist, da das Programm unter der GNU General Public License steht.
Dann kommt noch ein kleiner Hinweis, wo man Hilfe findet, wenn man mit dem Programm nicht weiterkommt. Bitte sorgfältig lesen und dann auf "Start VirtualDub" klicken.
Dann ist VirtualDub bereit für erste Aktionen.
Wir probieren nun, das Videofile von einer DVD zu importieren. Dazu wählen wir aus dem Menü "File" den Punkt "Open Videofile" und navigieren in das "VIDEO_TS"-Verzeichnis der DVD, und wählen die VOB-Datei aus, die wir importieren wollen. Eine VOB-Datei ist nichts anderes als ein MPEG2-Video[2].
Jedoch gibt VirtualDub nach dem Klick auf "Öffnen" eine Fehlermeldung aus:
Ein Blick in die Dokumentation zeigt: VirtualDub unterstützt das MPEG-1-Format ("VirtualDub can read MPEG-1 because it has a separate code path for parsing MPEG-1 files and its own MPEG audio and video decoders."), jedoch wird das MPEG-2-Format aus lizenzrechtlichen Gründen nicht unterstützt.
Für den Import von MPEG-2-Dateien ist ein Plugin notwendig.
Installation des MPEG-2-Plugins
Ein gutes MPEG-2-Plugin für VirtualDub bekommt man auf der Homepage von FCCHandler]. Hier laden wir uns die Datei "MPEG2.zip" herunter. Entpacken Sie das Archiv und sehen Sie sich die Datei "Readme.txt" an. Hier lesen wir, daß wir in dem Verzeichnis, in das wir VirtualDub installiert haben, ein Verzeichnis "Plugins32" anlegen sollen, sofern dies nicht vorhanden ist. In dieses Verzeichnis soll dann die Datei "MPEG2.vdplugin" kopiert werden.
Wir beenden also VirtualDub und legen dann das angegebene Verzeichnis in "C:\Programme\VirtualDub" an:
Dann kopieren wir das Plugin "MPEG2.vdplugin" in dieses Verzeichnis.
Nun starten wir VirtualDub neu und probieren erneut, die Datei zu öffnen. Diesmal kann das Video importiert werden.
Jetzt werden wir zunächst testweise das Video ansehen. Wir drücken also den Button "Play(I)", um die geladene Datei abzuspielen.
Wir erhalten jedoch eine Fehlermeldung:
Wir benötigen also weitere Filter, um das Video korrekt importieren zu können.
Installation des fehlenden AC3-Audio-Codecs
Auf der Homepage von FCCHandler finden wir den "AC-3 ACM Codec"[3], das ist der Audio-Codec für Windows, der uns zur korrekten Interpretation des MPEG-2-Filmes fehlt. Laden Sie die Datei "AC3ACM.zip" von AC-3 ACM Codec herunter und entpacken Sie diese. Bei diesem Codec[4] handelt es sich nicht um ein Plugin für VirtualDub sondern um einen Audio-Dekompressor für das Windows-Multimedia-System, so daß AC3-kodierte Aduiodateien mithilfe dieses Filters abgespielt werden können. Ein Blick in die "ReadMe.txt" dieses Codecs verrät uns, daß wir durch einen Rechtsklick auf die Datei "AC3ACM.inf" und Auswahl von "Installieren" aus dem Datei-Kontextmenü diesen Codec installieren. Dazu müssen wir administrative Rechte auf dem System haben. Wir beenden zunächst wieder VirtualDub.
Nach dem Klick auf "Installieren" erhalten wir einen Hinweis, daß dieser Codec nicht von Microsoft zertifiziert wurde.
Hier klicken wir auf "Installation fortsetzen", und der Codec wird im Windows-System installiert.
Nun starten erneut VirtualDub und importieren wieder den Film. Nach einem Klick auf "Play (I)" können wir nun den Film inklusive Ton abspielen und somit auch mit VirtualDub bearbeiten.
Installation der Ziel-Codecs
Da wir für die effiziente Verteilung an Kollegen den Film auf eine vernünftige Grösse komprimieren wollen, benötigen wir einen effizienten Video- und Audio-Codec. Beim Video-Codec wollen wir den DivX-Codec[5] verwenden, beim Audio-Codec den MP3-Codec[6].
Installation des DivX-Codecs
Über den "Free Download" auf der DivX-Website laden wir den Installer für den DivX-Codec herunter und starten dann das Setup-Programm "DivXInstaller.exe". Gehen Sie das Setup durch bis zu den Einstellungen für "Komponenten auswählen". Für ein minimales Setup benötigen wir nur den DivX-Codec, aber für den Ausbau von VirtualDub können wir noch die "DivX Plus DirectShow Filters" installieren.
Installation des LAMPE MP3-Codecs
Den LAME MP3-Encoder/-Decoder gibt es auch als AudioCodec für Windows, wir laden also die Datei "lameACM-<Version>.zip" bei FreeCodecs herunter und entpacken sie. Der Codec wird genau wie der AC3-Codec über einen Rechtsklick auf "LameACM.inf" und er Auswahl von "Installieren" installiert.
Auch hier wird die Warnmeldung von Microsoft über die fehlende Zertifizierung mit "Installation fortsetzen" bestätigt.
Test-Konvertierung des Films
Nun starten wir wieder VirtualDub und laden unseren Film von DVD. Danach setzten wir im Menü "Video" den Punkt "Full Processing Mode" und wählen dann aus dem Menü "Video" den Punkt "Compression..."
Im Dialog "Select Video Compression" wählen wir den "DivX Codec" und klicken dann auf den Button "Configure".
Nun können wir den DivX-Codec genau konfigurieren, am besten wählt man für unsere Zwecke das "Home Theater Profile", und über den Klick auf den Taschenrechner neben der "Bitrate"-Einstellung kann man sich eine Zielvorgabe berechnen lassen (z.B. 2 Stunden Video sollen auf eine 650MB CD passen).
Nun verlassen wir die Dialoge jeweils durch einen Klick auf "OK", bis wir wieder Menüpunkte in VirtualDub auswählen können. Im Menu "Audio" setzen wir ebenfalls den Punkt "Full Processing Mode".
Dann wählen wir aus dem Menü "Audio" den Punkt "Interleaving...", und stellen für das Audio/Video-Interleaving folgende Werte ein:
"Preload" auf 500 ms.
"Interleave audio every" 100 ms.
Den Dialog mit "OK" verlassen.
Nun wählen wir im Menü "Audio" den Punkt "Conversion..." und stellen folgende Werte ein:
"Samplerate": "No change"
"High quality": Ja (angehakt)
"Precision": "16-bit"
"Channels": "Stereo"
Den Dialog mit "OK" verlassen. Dann wählen wir im Menü "Audio" den Punkt "Compression..." und konfigurieren den Audio-Codec auf "Lame MP3":
Wir wählen links den Codec "Lame MP3" aus und wählen dann rechts die Bitrate "..., 128 kbps,Stereo 16KB/s" aus.
Auch diesen Dialog mit "OK" verlassen.
Damit ist VirtualDub für die DivX-Konvertierung eingestellt.
Damit wir diese Einstellungen nicht mehr für jedes neue Video vornehmen müssen, wählen wir im Menü "File" den Punkt "Save processing settings".
Vergeben Sie einen Dateinamen und sichern Sie diese Einstellungen. Nun können Sie jederzeit diese Konfiguration mit "File" -> "Load processing settings" laden.
Nun zur Konvertierung. Wir wählen aus dem Menü "File" den Punkt "Save as AVI...", vergeben einen Dateinamen, z.B. "Test.avi" und nach einem Klick auf "Speichern" beginnt VirtualDub den Film zu konvertieren.
Damit ist die Installation und Inbetriebnahme von VirtualDub abgeschlossen.





