Auswertung
Aus Pararesearch-Handbuch für Geisterjäger
Nach der erfolgten Untersuchung und der umfrangreichen Sammlung des Materials geht es an die Pflicht der Auswertung. Bevor man jedoch mit der Auswertung beginnen kann, ist für unsere digitale Zeit einige Software nötig.
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Bild-Auswertung
Die Auswertung von Fotos gehört zu den schwierigsten Disziplinen der Analyse von Material. Vor allem in Internet finden sich sehr viele gefälschte, angebliche "Geisterfotos". Bei vielen handelt es sich auch um die Abbildung von einfachen optischen Effekten, Spiegelungen etc. die dann fehlinterpretiert werden.
Bei eigenem Material empfiehlt es sich, speziell bei Fotos, äußerst zurückhaltend bei der Interpretation der Abbildungen zu sein. Anhand der sog. "Exif"-Daten[1], welche von digitalen Fotokameras automatisch jedem Bild hinzugefügt werden, kann man viele Details wie das Aufnahmedatum, Blendeneinstellung, Belichtungszeit etc. ablesen. Neuere Kameras speichern auch zusätzlich den Ort der Aufnahme wenn sie sog. "Geotagging"[2] unterstützen. Das erleichtert die spätere Zuordnung der Fotos enorm.
Bei fremden Material kann man auch auf spezielle Software zurückgreifen, die z.B. überprüft, ob das Foto direkt aus der Kamera stammt, oder später durch ein Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet wurde -> Siehe Software. Grundsätzlich sollten die Fotos immer im Originalzustand gesichert und archiviert werden. Spätere Veränderungen des Originalbildes sollten immer als Kopie abgelegt werden um die Originaldaten nicht zu überschreiben.
Audio-Auswertung
Die Audio-Auswertung erfordert viel Zeit und Aufmerksamkeit. Während der Auswertung des Audiomaterials, benutzt man Kopfhörer, die die Ohrmuschel umschließen um Störgeräusche aus der Umwelt fern zu halten.
Mit geeigneter Software werden dann die Aufnahmen angehört. Bei einer Aufnahmedauer von z.B. einer Stunde muss man ungefähr mit einem Zeitaufwand rechnen, der um ein dreifaches höher liegt. Da es öfters notwendig ist, sich manche Stellen der Aufnahme nochmals anzuhören, ist dies also ein Faktor, den man berücksichtigen sollte.
Die Ergebnisse der Audio-Auswertung sollten stets notiert werden. Unter der genauen Angabe der Stunden-, Minuten- und Sekundenzahl, sollte ein "Hörprotokoll" erstellt werden. Dies ist extrem wichtig, um andere Aufnahmen von parallel aufnehmenden Geräten, später gegenüberstellen zu können. So ergeben sich oft neue Hinweise um die Quelle des Geräusches oder der Stimme bestimmen zu können.
Die Aufnahme sollte natürlich in der best möglichen Qualität angehört werden. Die Originalaufnahme darf hierbei nicht durch eventuelle Rauschfilter oder Lautstärkeanpassung verändert werden. Falls man Stellen der Aufnahme durch diverse Filter verbessern will oder die Lautstärke ändern möchte, sollte dies immer mit einer Kopie der betreffenden Stelle erfolgen. So bleibt das Originalmaterial unberührt und kann ggf. später noch weitere wichtige Hinweise liefern.
Eventuell gehörte stimmliche Äußerungen, sollten vorerst keinem anderen "Auswerter" mitgeteilt werden, da dies sonst eventuell die objektive Betrachtung eines anderen in der Weise so beeinflusst, dass dieser das gleiche hört. Fundstellen sollten in verschiedene Rubriken aufgeteilt werden. Erstmal sollte man nach "Stimme" und "Geräusch" unterscheiden. Die Rubrik "Stimme" wird dann in drei weitere Kategorien unterteilt.
EVP-Kategorien
A B C
Video-Auswertung
Mehr Zeit als die Audioauswertung erfordert die Videoauswertung. Zum einen sollte die Tonspur der Videos wie eine Audioaufnahme auf EVPs und ungewöhnliche Phänomene geprüft werden, zum anderen ist das Videobild auf Phänomene zu prüfen. Zunächst prüft man sicher die Zeitpunkte, die man im PU-Protokoll vermerkt hat, auf Besonderheiten. Da man das Videoband bei der Auswertung durch häufiges Spulen beschädigen könnte, sollte man für die Auswertung mit einer Kopie arbeiten. Zunächst ist also am besten eine digitale Kopie des Bandes zu ziehen, die man z.B. mit Software wie VirtualDub auswerten kann. Hat man Aufnahmen im miniDV-Format, und bei der Untersuchung seine Kamera korrekt eingestellt, so kann man die Kopie für eine Auswertung entsprechend aufbereiten.

