Ausrüstung
Aus Pararesearch-Handbuch für Geisterjäger
Es gibt vielfältige Ausrüstungsgegenstände für den aktiven Geisterjäger. Die wichtigsten Geräte stellen wir hier vor.
Inhaltsverzeichnis |
Geräte zur Dokumentation
Fotoapparat
Fotoapparate gibt es in in verschiedenen Ausführungen. Analoge, die mit herkömmlichen Kleinbildfilmen arbeiten, digitale Apparate, die Fotos auf Speicherkarten ablegen und spezielle Kameras, die sogar noch im infraroten und ultravioletten Bereich Aufnahmen machen können. So baut Sony z.B. Fotoapparate mit Nightshot-Funktion und Nikon Spezialkameras, die vom infraroten bis in den ultravioletten Bereich "sehen" können.Dies ist mit analogen Kameras zwar auch möglich, erfordert jedoch dein Einsatz von teurem Spezialfilm, der nicht ohne weiteres zu beschaffen ist und in der Lagerung, Handhabung und Entwicklung sehr aufwendig behandelt werden muß.
| Kleinbildkamera | Digitalkamera |
|---|---|
| Sehr hohe Auflösung auf 35mm-Film | Auflösung abhängig vom verwendeten CCD-Sensor, trotzdem geringer als auf Kleinbildfilm |
| Kosten durch Film und Entwicklung, Fotos müssen gescannt werden | Kosten nur für Speicherkarte, Bilder sind sofort sichtbar und können auf den Computer übertragen werden |
| Negativ zur Übrprüfung des Beweisfotos auf eine Fälschung liegt vor | Kein unveränderliches Negativ, das Foto als eine veränderbare Datei vor |
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Videokamera
Für den mobilen Einsatz und wenn kein Strom in der Nähe ist, sind Akku-Betriebene Camcorder immer gut.
Als Speicherformat dienen miniDV-, 8mm- oder Hi8-Kassetten, in seltenen Fällen auch noch S-VHS. Welches Format man bevorzugt, liegt einfach daran, wie gut man an Speichermedien kommt, und das diese nicht zu viel kosten sollten, denn für eine Untersuchung benötigt man schon 2-3 Kassetten Minimum, die man anschliessend archiviert und auch nicht neu verwendet.
Das wichtigste an der Kamera sollte jedoch sein, daß sie Nightshot unterstützt, d.h. die Kamera kann in völliger Dunkelheit mit Infrarot-Licht filmen.
Die Hersteller bezeichnen diesen Betriebsmodus unterschiedlich, Nightshot, Nightview, usw. Im Zweifelsfall sollte man die Kamera zunächst testen, bevor man viel Geld für Infrarotscheinwerfer ausgibt.
Langzeit-Videorekorder
Mit einem Festplattengestützten Langzeitrekorder ist es möglich mehrere Kameras gleichzeitig über einen längeren Zeitraum aufzunehmen. Je nach Modell kann man die Aufnahmen auch steuern lassen über Bewegungserkennung oder einen Zeitplan. Zusammen mit dem Einsatz von Überwachungskameras (kabel- oder funkgestützt) mit Nachtsicht läßt sich so bequem ein Ort überwachen. Die Aufnahmezeit hängt von der Anzahl der angeschlossenen Kameras, der eingestellten Qualität und der eingesetzten Festplatte ab.Je nach Modell lassen sich auch zeitgleich eine oder mehrere Audioaufnahmen machen, und die Videodaten können per USB-Anschluß oder Speicherkarte exportiert werden.
Die technischen Daten unterscheiden sich nach Preisklasse und Hersteller. Man muß schon sehr genau auf die technischen Daten achten, damit man sich nach dem Kauf nicht über den Tisch gezogen fühlt.
Preiswerte Modelle erlauben die Aufnahme einer Kamera bei 25 Bilder/Sekunde und die gleichzeitige Aufnahme von 4 Kameras bei je 6,25 Bildern/Sekunde (25 : 4 Bilder/Sekunde). Bessere Modelle erlauben die Aufnahme einzelner oder mehrerer Kameras bei 25 Bildern/Sekunde.
Teure Überwachungssysteme zeichnen mit bis zu 100 Bildern/Sekunde auf, was interessant für Zeitlupen-Auswertungen ist.
Infrarot-Fotofalle
Die Infrarotfotofalle überwacht einen Bereich von ca. 15 Meter. Ein passiver Infrarotsensor[1] detektiert dabei ob es im Überwachungsbereich eine Bewegung + Temperaturänderung gibt. Sobald eine Änderung registriert wird löst die Fotofalle eine 4 Megapixel-Digitalkamera aus.
Bei Dunkelheit werden automatisch 70 Infrarot-Leuchtdioden zugeschaltet die den Bereich sehr gut mit Infrarotlicht[2] ausleuchten. Im Abstand von einigen Sekunden können so mehrere Bilder hintereinander gemacht werden. Alternativ können auch kurze Infrarotvideos aufgezeichnet werden. Das Infrarotlicht wird von Menschen nicht wahrgenommen - so kann man störende Einflüsse auf Menschen vermeiden.
Durch einen eingebauten Laserpointer kann der Überwachungsbereich sehr gut angepeilt werden. Durch diverses Zubehör ist es auch möglich diese Fotofalle an Bäumen anzubringen. Am Boden des Gehäuses findet sich ein Gewinde um es an jedes übliche Stativ anzuschrauben.
Das Einsatzgebiet der Fotofalle ist sehr groß. Zum einen dient sie dazu natürliche Ursachen für angebliche "Phänomene" zu dokumentieren. Hierbei denken wir speziell an Tiere die sich z.B. auf Dachböden bewegen. Auch dokumentiert die Infrarotfalle alle Bewegungen im Überwachungsbereich mit Uhrzeit, Datum, Temperatur und Mondphase[3]. Diese Daten werden am unteren Rand des Fotos hinzugefügt. Man hat also bei jedem Foto eine Zuordnung mit den genannten Daten. Durch den Zeitindex auf den Fotos unterstützen diese die spätere Analyse.
Durch eine groß dimensionierte Speicherkarte eignet sich dieses Gerät auch sehr gut zur Langzeitüberwachung eines Bereiches. Audiosignale werden leider nicht mit aufgezeichnet.
Das Gerät ist außerdem für den Outdooreinsatz konzipiert, d.h. das auch niedrige Temperaturen und Feuchtigkeit kein Problem darstellen.
Man sollte auf Grund der sehr hellen Infrarotdioden darauf achten, das keine anderen Geräte die durch das Infrarot gestört werden können, im direkten Sichtbereich dieser Fotofalle betrieben werden. Insbesondere Infrarot-Bewegungsmelder und Lichtschranken können sonst gestört werden und Fehlalarme auslösen.
Diktiergeräte und Audiorekorder
Für die akustische Überwachung von Räumen werden im allgemeinen Diktiergeräte, Tonbandgeräte, DAT-Rekorder und digitale Audiorekorder eingesetzt.Diktiergeräte erlauben häufig nur eine Mono-Aufnahme oder eine Aufnahme in geringer Qualität. Sobald bessere Ausrüstung vorhanden ist, sollten Diktiergeräte nur noch als akustische Notizbücher für die Teams eingesetzt werden und auf einer PU stets mit ander Person geführt werden.
Mit Tonbandgeräten, DAT-Rekordern digitalen Audiorekordern kann man sehr viel hochwertigere Aufnahmen machen, je nach Ausrüstung sogar eine Surround-Aufnahme. Durch die besserer Audioqualität kann man gewonnene Ergebnisse mit höherer Evidenz bewerten als die Ergebnisse. die mit minderwertiger Ausrüstung gewonnen wurden.
Bei der Anschaffung sollte man auf bestimmte Features achten:
Wird auf Speicherkarten aufgenommen, so daß man bei einer PU unkompliziert die Aufnahmezeit verlängern kann?
Gibt es eine Signalgesteuerte Aufnahme-Möglichkeit? So kann man einen Raum wochenlang überwachen und nimmt nur dann etwas auf, wenn es Geräusche gibt. Gute Geräte haben einen einstellbaren Puffer, so daß die Sekunden vor dem Geräusch auch mit in die Aufnahme gespeichert werden.
Ist eine Aufnahme planbar? So kann z.B. das Gerät installiert werden, und die Aufnahme beginnt ab einer eingestellten Uhrzeit automatisch.
Meßgeräte
EMF-Meßgeräte
EMF-Meßgeräte gibt es in Ausführungen vom einfachen Checker ab 10 Euro aufwärts bishin zum vollwertigen Meßlabor mit 3D-Fourieranalyse für mehrere tausend Euros.
Man benötigt diese Geräte zur Feststellung von elektromagnetischen Feldern im Untersuchungsgebiet. Der Theorie nach haben elektromagnetische Felder (Elektrosmog) Einfluß auf unser Bewußtsein und unsere Wahrnehmung, so daß hohe elektromagnetische Felder möglicherweise Halluzinationen und somit Spukerscheinungen hervorrufen können.
In der Parapsychologie kündigen Spukerscheinungen sich eventuell durch Fluktuationen im elektromagnetischen Feld an, so daß theoretisch ein Spuk auch mit einem EMF-Meter entdeckt werden sollte.
Trifeld-Meter
Das Trifeld-Meter ist ein spezielles Meßgerät zur Erfassung von elektromagnetischen Gleich- und Wechselfeldern.
Die oben genannten EMF-Meter erfassen nur Wechselfelder. Wechselfelder sind Felder, die ihre Polarität wechseln, sie schwingen also mit einer bestimmten Frequenz. Das Elektromagnetische Feld um ein Stromkabel in einem deutschen Haushalt schwingt z.B. mit 50 Hz.
Das Trifeld-Meter kann nun auch Gleichfelder messen, als elektromagnetische Felder, die ihre Polarität nicht ändern. Zum Beispiel besitzt jedes Lebewesen solch ein Gleichfeld. Unter günstigen Umständen kann man mit dem Trifeld-Meter tatsächlich feststellen, ob sich hinter einer Wand Menschen befinden.
Zur weiteren Analyse kann man gezielt messen, ob ein elektrisches oder magnetisches Feld vorliegt.
Zusätzlich kann das Trifeld-Meter noch im Mikrowellen-Bereich messen, so kann man noch Rückschlüsse auf eventuelle Belastungen durch Mobilfunk, drahtlose Datenübertragung oder Mikrowellen schliessen.
Luftfeuchte- & Tempertaurdatenlogger
Mit dem Luftfeuchte- und Tempertaurdatenlogger lassen sich diese zwei Umweltbedingungen über einen längeren Zeitraum erfassen. Das Gerät speichert in einem Voreingestellten Intervall zwischen 10 und 30 Sekunden jeweils die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit ab. Diese Daten werden stets mit Datum und Uhrzeit in den digitalen Speicher geschrieben.
Wichtig beim Umgang mit diesem Equipment sind vor allem zwei Dinge. Es sollte immer darauf geachtet werden das die Sensoren der Geräte durch keine anderen Gerätschaften in der unmittelbaren Umgebung beeinflusst werden. Einige der anderen von uns verwendeten Geräte geben nach längerem Gebrauch Wärme ab. Wenn der Temperatursensor in unmittelbarer Nähe dieser Wärmeerzeugern lagert kann dies zu falschen Messergebnissen führen !
Eine in Intervallen blinkende LED zeigt an das das Gerät aufnimmt. Dies sollte berücksichtigt werden da der Lichtschein der LED sonst fehlinterpretiert werden könnte. Vor allem bei Nebel bricht sich das Licht dieser "Status-LED" und verursacht mitunter gut sichtbare Lichterscheinungen.
Die Daten des Loggers geben gute Hinweise auf viele natürliche Phänomene. Besonders die Luftfeuchtigkeit kann auf Videos oder Fotos "spektakuläre" Ergebnisse erzeugen. Ein Tröpfchen kondensiertes Wasser auf der Fotolinse kann zum Beispiel sog. "Orbs" hervorrufen.
Mit einer mitgelieferten Software ist es möglich den Datenlogger durch eine eingebaute USB-Schnittstelle auszulesen. Die Daten können dann in verschiedenen Darstellungsweisen angezeigt und gespeichert werden. Ein Beispiel solch eines gespeicherten Temperatur und Luftfeuchte Diagramms sehen auf der linken Seite.
Infrarot-Thermometer
Das Infrarot-Thermometer dient der berührungslosen Messung einer Oberfläche mittels eines Infrarotstrahls.Das Thermometer wertet mittels einer Fotodiode den Farbunterschied der Oberfläche im ausgesendeten Infrarotstrahl von der Mitte zum Rand des Meßfensters. Mittels dieses Kontrastes kann auf die Oberflächen-Temperatur geschlossen werden.
Da Glas und Metalle Infrarotlicht anders oder gar nicht emittieren als Oberflächen wie Holz, Papier und Stein, sind berührungslose Messungen mit herkömmlichen Geräten nicht möglich.[4]
GPS-Datenlogger / GPS-Maus
Ein GPS-Datenlogger nimmt entweder zu einem eingestellten Intervall oder auch per Knopfdruck die GPS Position des Standortes auf. Zur späteren Dokumentation ist dies ideal. Besonders in bewaldeten Gebieten erleichtert einem dies später den Ort in einem Luftbild ( z.B. in Google-Earth ) wieder zu finden.Dabei ist zu beachten das das GPS Gerät eine "Sichtverbindung" zu mehreren Satelliten benötigt um den Standort zu ermitteln. Diesen Umstand gilt es zu berücksichtigen. Im Innenbereich von Gebäuden ist ein GPS Datenlogger oft sinnlos da er keine Verbindung zu den Satelliten bekommt und somit keine Position aufnehmen kann.
Die meisten GPS-Datenlogger bieten auch die Möglichkeit das Gerät per Bluetooth an ein anderes zu koppeln. Der Datenlogger wirkt dann als "GPS-Antenne" und kann für diverse Navigationssysteme verwendet werden. Auch eine Verbindung mit einem Laptop oder einem Handy sind somit möglich.
Es gibt z.B. heute schon kostenlose Navigationssoftware für Handys die mit solch einem GPS-Gerät gekoppelt werden können. Die Programme "Amaze" und "Navigami" sind nur zwei der verfügbaren Programme. Die Programme können unter folgenden Links herunter geladen werden:
Handynavigation - Amaze oder Handynavigation - Navigami
In der Praxis hat sich gezeigt das Objekte die sich z.B. im Wald befinden, mit solch einer GPS-Handysoftware + GPS-Maus / GPS-Datenlogger leicht gefunden werden können. Voraussetzung dafür sind natürlich das die GPS Daten der Objekte vorliegen und vorher ins Handy eingespielt wurden. Die Navigationssoftware zeigt dann die Himmelsrichtung in der das Objekt liegt an und auch die aktuelle Entfernung.
Die Koordinaten einzelner Objekte lassen sich oft im Internet recherchieren und ersparen einem somit längeres Suchen im Gelände.
Allgemein muss beim GPS [5] beachtet werden das die Positionsangaben um mehrere Meter daneben liegen können (+/- 10 Meter). Eine genaue Festlegung auf z.B. 1 Meter ist technisch nicht machbar.
Hilfsmittel
Infrarot-Lichtschranke
Eine Lichtschranke benutzen wir hauptsächlich zur Absicherung von Untersuchungsbereichen. Die Lichtschranke besteht aus einem Sender und einem Empfänger. Der Sender gibt einen Lichtstrahl in Form von Infrarotlicht [6] von sich das ein Empfangsmodul empfängt.Die Lichtschranke reagiert auf Unterbrechung des Lichtstrahles akustisch und optisch durch einen Signalton und ein erlöschen einer Leuchtdiode. Die Lichtschranken sollten so positioniert werden das sie in Hör- bzw. Sichtweite eines Audiorekorders oder Videorekorders stehen. Durch ein simultanes Zusammentreffen mehrerer eventueller Effekte auf Video oder Tondokumenten können so eventuell Rückschlüsse auf die Ursache der Effekte gezogen werden.
Da die Geräte optische Sensoren haben können Blitzlicht von Fotoapparaten oft Störungen verursachen. Die Lichtschranke löst aus weil sie "geblendet" wurde durch anderes Licht. Insbesondere anderes Equipment welches Infrarotlicht verwendet sollte nicht im direkten Sichtbereich der Lichtschranken betrieben werden. Eine Infrarot-Fotofalle kann im Falle einer Auslösung die Lichtschranke durch den Infrarotblitz erheblich stören - es kommt zu Fehlalarmen.
Auch können vor allem in der warmen Jahreszeit Fehlalarme durch Insekten, Vögel, Fledermäuse etc. hervorgerufen werden. Dies gilt es bei der späteren Analyse von aufgenommenen Video- und Tondokumenten zu beachten.
Als Zugangsalarm an öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten leisten die Lichtschranken ebenfalls gute Dienste.
Bewegungsmelder
Diese Batterie-betriebenen Geräte lösen ein akustisches Signal aus, sobald jemand einen Überwachungsbereich betritt. Somit ist auf Aufnahmen sichergestellt, daß der Überwachungsbereich ungestört ist.Interessant wird es, wenn die Bewegungsmelder[7] auslösen, aber niemand den Bereich betreten hat. Hier ist dann zu prüfen, ob eventuell ungewollt der akustische Alarm mit einer Taschenlampe oder auch mit einem Camcorder oder Infrarotscheinwerfer unbeabsichtigt ausgelöst wurde. Dies kann auch geschehen, indem ein auf die Kamera gerichter Scheinwerferstrahl unterbrochen wird, weil jemand vor dem Scheinwerfer entlang geht.
Auch Insekten oder hohe Luftfeuchtigkeit können für einen Fehlalarm sorgen.
Funkgeräte
Zur Verständigung untereinander in unübersichtlichem Gelände oder in größeren Gebäuden ist Funk (oder PMR) ein sinnvolle alternative zum Handy.
Mobiltelefone sollten sowieso während einer Untersuchung ausgeschaltet sein, da unerwünschte Anrufe oder Textbotschaften immer zum falschen Zeitpunkt stören und die Störungen eines Handys auf Netzsuche auch Video- und Audioaufnahmen stören.
PMR-Geräte bieten den Vorteil, daß man Lizenzfrei funken darf, und bei idealen Bedingungen hat man eine Reichweite bis 5 km Luftlinie[8]. Und es fallen keine Gesprächsgebühren an.
Nicht vergessen sollte man jedoch den möglichen Einfluß auf EMF-Messungen oder andere Geräte. So schaltet ein Funkkontakt schon mal aus Versehen einen Fernseher im Standby ein. Allerdings "stört" ein Gerät nur, wenn es funkt oder angefunkt wird. Es finden keine unkontrollierten Aktivitäten wie bei einem Mobiltelefon statt.
Ultraschall-Entfernungsmesser
Der Entfernungmesser kommt in Innenräumen zum Einsatz. Zum sammeln der Daten eines Raumes ein nützliches Gerät. Da das Gerät mit Ultraschall[9] arbeitet sollte man immer gegen einen ebenen, nicht schallschluckenden ( zum Beispiel Teppiche, schwere Vorhänge etc.. ) Gegenstand messen.Im idealen Fall legt man das Gerät im rechten Winkel zu der zu vermessenden Fläche an. Manche Geräte verfügen über einen eingebauten Laserpointer der den Messbereich anzeigt.
Durch ein beleuchtetes Display ist dieser Entfernungsmesser auch im Dunkeln einsetzbar.
Fernauslöser
Für die gängigen Spiegelreflexkameras gibt es Fernauslöser mit deren Hilfe man aus einer Entfernung von bis 100 Meter die Kamera auslösen kann. Es sind verschiedene Modelle am Markt verfügbar die sich durch einige Details unterscheiden.Wir empfehlen einen Fernauslöser mit Funk zu benutzen da dieser auch durch Hindernisse hindurch funktioniert. Infrarot Fernauslöser müssen dagegen "Sichtkontakt" zum Empfänger haben.
Der Funk-Fernauslöser besteht aus einem mobilen Sendeteil und einem Empfangsteil das über ein Kabel an der Kamera angeschlossen wird. Der Fernauslöser ist ideal für Nachtaufnahmen und für Aufnahmen mit Langzeitbelichtung da eine mechanische Bewegung des Auslösers ausbleibt. Der Empfänger beinhaltet einen Akku und ist somit sehr gut mobil einsetzbar.
Ein Fernauslöser für die Kamera eignet sich hervorragend zur Überwachung eines Bereiches aus der Distanz. Bei einer Reichweite von ca. 100 Metern können sich die Mitwirkenden weit außerhalb des Untersuchungsbereiches aufhalten und aus der Distanz trotzdem reagieren und ein Foto schießen falls sich ein Grund hierfür ergeben sollte. Die Kamera wird auf einem Stativ so ausgerichtet das der zu überwachende Bereich sich im Blickfeld der Kamera befindet. Durch die sog. EXIF-Daten,[10] die automatisch in der Kamera zu einem Foto hinzugefügt werden, ist eine spätere genauere Analyse des Bildmaterials möglich. Natürlich wird auch die Aufnahmezeit protokolliert um Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der Aufnahme ziehen zu können.
Automatischer Auslösetimer
Der automatische Auslösetimer ist für viele Kameratypen erhältlich. Er nimmt zu einem eingestellten Zeitinterval Fotos auf bzw. löst die Spiegelreflexkamera aus. Es können auch Auslösedauer etc. eingestellt werden.Das Gerät wird über ein Kabel an die Kamera angeschlossen. Eine Batterie ist im Gerät enthalten und versorgt sich somit unabhängig von der Kamera. Über ein beleuchtetes Display kann man die Zeitinterval direkt am Gerät eingeben.
Ideal ist dieses Hilfsmittel während einer Langzeitbeobachtung eines Bereiches. Durch die einstellbare Belichtungszeit können auch Langzeitbelichtungen durchgeführt werden. Der sicher Stand der Kamera auf einem Stativ sollte auch hier selbstverständlich sein. Auch eignet sich das Equipment sehr gut zum dokumentieren eines Movetest´s zu fest eingestellten Intervalen.
Eine "Störung" des Untersuchungsbereiches durch den Menschen ist somit nicht nötig was sich positiv auf das gesammelte Material auswirkt. Ein weiterer Schritt in Richtung automatisiertes Equipment.
Bewegungsauslöser
Derzeit gibt es keine handelsüblichen Bewegungsmelder die mit einer Digitalkamera verbunden werden kann. Mit ein wenig technischem Geschick ist es jedoch möglich, bereits vorhandene Bewegungsmelder oder selbstgebaute Melder zu einem Auslöser umzubauen.Vorteile: - Vollautomatische Überwachung - Größerer Überwachungszeitraum - Ausbaufähig (Erweiterbar)
Nachteile: - Zweites Stativ wird dringend empfohlen - Kentnisse im Bereich Elektronik notwendig
Zubehör
Infrarot-Scheinwerfer
Je nach Untersuchungsort stellt man sehr schnell fest, daß man nur mit dem Nightshot des Camcorders nicht weit sehen kann. Die meisten Modelle sind nur in der Lage, Objekte im Abstand von 5 bis 10 Metern von der Kamera ausreichend zu beleuchten, die Stärke der Beleuchtung hängt zudem stark von der Umgebung ab.Für eine bessere Ausleuchtung sind daher zusätzliche Infrarotscheinwerfer in Erwägung zu ziehen. Die hier gezeigten können mit herkömmlichen Akkus ca. 1 Stunde und mit Spezial-Akkus ca. 4 Stunden betrieben werden. Die Akkus lassen sich gleichzeitig in den Scheinwerfern installieren, so das im Falle eines Falles noch ein Notbetrieb von einer Stunde angehängt werden kann.
Achtung ! Manche IR-Scheinwerfer können EMF-Messgeräte in ihrer unmittelbaren Nähe beeinflussen !
Die Stärker der Beleuchtung kann über ein Einstellrad geregelt werden, befestigt wird der Scheinwerfer mittels des Blitzschuhs an der Kamera oder auf einem Stativ.Mit einigem Bastelaufwand kann man sich auch mit preisgünstigen IR-Clustern aus dem Elektronik-Fachhandel einen IR-Scheinwerfer selber bauen, der immerhin für den Indoor-Einsatz geeignet ist.
Auch gibt es jetzt Infrarot-Taschenlampen auf dem Markt mit welchen man auf relativ preisgünstigem Wege den Untersuchungsbereich beleuchten kann. Die Infrarot-Taschenlampen werden z.B. mit drei AAA 1,5 Volt Batterien betrieben - die durchschnittliche Leuchtdauer bei vollen Batterien beträgt aber leider bei einigen Marken weniger als eine Stunde.
Die Taschenlampen sind somit im Outdoorbereich sehr gut zu verwenden. Durch eingebaute Gummidichtringe sind diese auch gegen Spritzwasser geschützt. Mit Rohrschellen können diese Taschenlampen auch auf eine Blitzschiene montiert werden. Auf einer Schiene können so auch mehrere IR-Taschenlampen gleichzeitig betrieben werden.
Einen Infrarotscheinwerfer kann man auch günstig selbstbauen: Infrarot-Filter im Selbstbau
Mikrofone
Für die Verbesserung des Signal-Rausch-Abstands[11] in der Aufnahme und um bessere Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt sich unbedingt der Einsatz externer Mikrofone[12], sofern die Geräte deren Anschluß erlauben. Gerade beim Einsatz von digitalen Diktiergeräten für EVP-Aufnahmen verbessert sich die Aufnahmequalität durch ein externes Mikrofon ungemein.Gerade durch die massive Verbreitung digitaler Camcorder profitieren wir derzeit davon, daß es relativ gute externe Zoom-Mikrofone zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis gibt. Diese Mikrofone gibt es ab ca. 20 Euro aufwärts, werden über Standard-Batterien mit Strom gespeist und sind auf Blitzschuh-Adaptern oder Foto-Stativen montierbar.
Für den Einsatz von Aufnahmegerät, daß an der Person mitgeführt wird, empfiehlt sich der Einsatz eines Lavalier-Mikrofons[13], daß am Kragen angeclipt wird. So werden Hand- und Kleidungsgeräsuche, die unweigerlich durch das Mitführen eines Aufnahmegerätes entstehen, deutlich reduziert.
Mit etwas höherem finanziellen Aufwand kann man auch drahtlose Mikrofone verwenden, die das Signal per Funk zur Aufnahmestation übertragen. So erspart man sich bei der Audioüberwachung "Kabelsalat" und läuft auch nicht Gefahr, im Dunkeln Stolperfallen aufzubauen.
Akkus und Batterien
Um die Gefahr zu reduzieren, plötzlich im Dunkeln zu stehen und die Untersuchung abbrechen zu müssen, sollten für jedes Gerät ausreichend Akkus und Batterien vorhanden sein. Als Faustregel sollte man genügend Akkus und Batterien mitführen, so daß theoretisch jedes Gerät die doppelte Zeit der geplanten PU mit Strom versorgt werden könnte.Nicht selten hat man damit zu kämpfen, daß aufgeladene Akkus plötzlich rapide ihre Ladung verlieren, oder der Akku für das wichtigste Gerät gerade seinen Geist aufgibt. Da sollte man möglichst sofort Ersatz an der Hand haben.
Notfalls empfiehlt es sich immer, ein paar Batterien zur Hand zu haben, falls die Akkus aus diversen Gründen (Entladung, Defekt oder Temperatur) ihren Dienst versagen. Nichts ist ärgerlicher, als aus Strommangel eine PU abbrechen zu müssen!
Auch sollte man beachten, dass die Spannung eines Akkus[14] geringer ist als die einer Einwegbatterie[15]. Eine Alkali-Mangan-Einwegbatterie ( Baugröße AA oder AAA ) hat z.B. eine Nennspannung pro Zelle von 1,5 Volt. Ein alternativ verwendbarer Nickel-Metallhydrid-Akku ( Baugröße AA oder AAA ) hat dagegen eine Nennspannung von 1,2 Volt pro Zelle. Dies muss man während der Vorbereitung einer Untersuchung beachten, wenn man mit einem Batterietester die Zellen durchtestet. Eine Spannung von 1,2 Volt bei einem Akku ist also normal und bedeutet nicht, dass der Akku an Leistung verloren hat. Hingegen sollte eine Einwegbatterie diese 1,5 Volt aufweisen.
Ideal sind für bestimme Geräte natürlich mobile Stromversorgungen. Eine kostengünstige Lösung für den Selbstbau stellen wir hier vor: Mobile Stromversorgung im Selbstbau
Aufnahme- und Speichermedien
Auch bei Speichermedien sollte man nicht kleinlich in der Menge sein. Immer an ein Zusatzband pro Camcorder denken, eine Zusatzkarte für den digitalen Fotoapparat oder 2 Extra-Filme für die analoge Kamera. Schliesslich möchte man Beweise dokumentieren und archivieren und nicht einfach mit den vorhandenen Ressourcen knausern müssen.Man weiß nie, wann was passiert, und wie lange etwas passiert. Wenn erst gegen Ende der PU paranormale Aktivitäten eintreten, sollte man sein gesamtes Pulver nicht verschossen haben!
Referenzen
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/PIR-Sensor
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Infrarotstrahlung
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Mondphase
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Pyrometer
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Infrarotstrahlung
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Bewegungsmelder
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/PMR-Funk
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Ultraschall
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Exif
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Signal-Rausch-Abstand
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon
- ↑ http://en.wikipedia.org/wiki/Lavalier_microphone
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Akkumulator
- ↑ http://de.wikipedia.org/wiki/Batterien

